BISMARCK-NATIONAL-DENKMAL o WETTBEWERB
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ist Kalkstein gedacht, für die Kuppel eine Eisenbetonkonstruktion. Das Material für die Unter-bauten soll den umliegenden Steinbrüchen entnommen werden. Gesamthöhe der Gedenkhalle40 Meter, ebenso Durchmesser einschließlich Vorhalle 40 Meter.
In dem Entwurf Nr. 280, Karl Spaeth, Berlin, wird der eigenartige Versuch gemacht,den Zentralbau mit Umgang so weit am Felsabhang vorzuschieben, daß er von Bingen her alskolossale Turmanlage sich darstellt, wobei die Besucher mittels Aufzuges zur Höhe gelangenkönnen (Taf. 25, Fig. 38). Zur Gruppe der Aussichtstürme zählt ferner der Entwurf Nr. 45(Motto: „Dietrich von Bern", Verfasser Fr. Ostendorf, Karlsruhe). Hier schließt diegroß disponierte Platzanlage (Taf. 26, Fig. 39) mit einem ungemein schlicht und sachlichbehandelten Turmbau von 52 Meter Höhe, der wie ein Leuchtturm über die Ufer des Rheinesweithin blicken soll (Abb. 18). Zwar fehlt zu diesem Projekt der Erläuterungsbericht, dochergibt sich alles Wesentliche aus den Abbildungen. Auch Emil Högg, Bremen, gibteinen „Denkmalturm" von 50 Meter Höhe, 21 :21 Meter Grundfläche, lichte Höhe der Bismarck-Gedenkhalle 21 Meter (vgl. Taf. 28, Fig. 43). Er sucht durch Auflösung der Fronten in verti-kale Gliederungen diesen Eindruck zu verstärken, vielleicht auch durch dies Anklingen an Gotikden deutschen Charakter der Anlage zu betonen. Dabei ist die Formengebung so persönlich,daß jede unerwünschte Aehnlichkeit mit gotischen Kathedraltürmen durchaus vermieden wird.Die Turmform kehrt auch im Entwurf der Herren Johann Müller, München-Pasing,und Richard Miller, München, wieder (Nr. 156, Motto: „Unser die Kraft"). Nur istdieser 48 Meter hohe Turm reich gegliedert. Ueber quadratischem Unterbau geht er ins
Zehneck über, wobei der Uebergang durcheinen Säulenrundbau vermittelt wird. Eingedeckter Säulenumgang umschließt dasGanze. Ein paar kräftige Pylonen, die Feuer-becken tragen, betonen den Zugang. DasInnere ist als Kuppelraum mit einer Statuedes sitzenden Bismarck gedacht. Die Aus-führung soll in Werkstein erfolgen, in denoberen Teilen in Beton. Der Entwurf erhielteinen Preis, doch erhebt das Protokoll gegendie unzulängliche und unorganische Aus-gestaltung der Einzelheiten und ihre HäufungEinspruch (Taf. 26, Fig. 40).
Zu den einfacheren turmartigen Lösungenzählen auch die Entwürfe Nr. 35 (Motto:„Ehrenfels", Architekt H. Licht, Leipzig,Taf. 27, Fig. 42), Nr. 80, „DeutschlandsBergfried" (Architekt H. Lömpel, Abb. 19)und Nr. 270 (Architekt H. Voll, Berlin,Taf. 27, Fig. 41). Sie wollen „Bismarck-türme" oder „Bismarckwarten" als ernsteMahnung an den Schöpfer des DeutschenReiches errichten. Licht baut den 44 Meterhohen Turm über zwei Terrassen von etwa30 Meter und 11,20 Meter Höhe auf.Lömpel wählte einen würfelförmigen Unter-bau von 29 Meter Höhe für seinen 44 Meterhohen Kuppelturm. Ein anderer Entwurfwird unter dem bezeichnenden Kennwort
„Babel" (Nr. 96) ausdrücklich als TurmAbb. 19. Deutschlands Bergfried (Nr. 80). " . v . '
Architekt Heinr. Lömpel und Bildhauer Ludw. Müller, München. charakterisiert (Abb. 20).
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