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BISMARCK-NATIONAL-DENKMAL d WETTBEWERB
führt noch eine äußere Terrasse, wodurch reichliche Gelegenheit zu Ausblicken in die weiteLandschaft gegeben ist. Das Aeußere ist absichtlich einfach gehalten, während der ganzeSchmuck an Skulptur und Mosaik auf den Innenraum konzentriert ist. Der Bau soll im wesent-lichen aus Bruchsteinmauerwerk erstellt werden, nur einzelne Architekturteile aus Sandstein.Das Protokoll bemerkt, daß der reiche Entwurf sich in der Längenentwicklung dem Rücken
des Hügels gut anpaßt, inder Höhe freilich etwas ausdem Maßstab herausfällt.Gesamthöhe des Denkmalsüber dem Festplatzparterre45 Meter. Kuppelhöhe imLichten 36 Meter, Durch-messer 26 Meter. Gesamt-länge des ganzen Denkmal-baues 155 Meter, Breite55 Meter. Ehrenhof allein70:28 Meter Grundfläche.Ganz selbständig kommtder Zentralbau mit Umgangzur Geltung in dem EntwurfNr. 313 (Motto: „Gedankenund Erinnerungen"). Erist das gemeinsame Werkder Architekten E. S ch ü t z eund Otto Kohtz, unterMitwirkung von RudolphKohtz, alle in Berlin-Frie-denau (Taf. 24, Fig. 35). Siegehen von dem allerdingsirrigen Gedanken aus, daßvermutlich in der Folgezeitdie Elisenhöhe doch vonBauten, Bahnhöfen, Hotelsusw. umschlossen wird. Da-rum wollen sie sich nichtdamit begnügen, ihr Bis-marck-Denkmal der Land-
Abb. 18. Dietrich von Bern (Nr. 45). Architekt Friedr. Ostendorf, Karlsruhe. , *, , .
schalt anzuschmiegen, son-dern sich auch dem zukünftigen, weniger idyllischen Bilde gegenüber behaupten. Aufquadratischem Sockel erhebt sich das Denkmal über breiten Treppenanlagen. Im Erdgeschoßist um den Mittelbau ein Umgang gelegt, der als mäßig hohe Halle den Zugang zum licht-erfüllten Kuppelsaal vorbereitet und durch zahlreiche Türen Einlaß bietet. Ueber diesemUmgang erhebt sich der Mittelbau in einem Kranz kannelierter Säulen mit schlichtem Architravund einer flachen Kuppel (Taf. 24, Fig. 37). Der Raum zwischen den Säulen ist durch steinernesMaßwerk völlig durchbrochen und läßt das Licht aus der Höhe hereinfluten. So hat die Haupt-halle eine große, straffe und deutsche Form, denn trotz der antiken Säulen ist das Ganze voneiner bemerkenswerten Selbständigkeit. Das gilt ganz besonders auch vom Aeußeren, das sichaus der Innenanlage klar und deutlich entwickelt, in der Gesamterscheinung aber als ein indas Kreisrund übersetztes Theodorich-Grabmal sich darstellt. Die Gestalt Bismarcks im Innerenist im Einklang mit den Formen der Architektur gehalten: ein sitzender Held, wie eine Gestaltaus den Nibelungen (Taf. 24, Fig. 36). Als Material für den Bau wie für die Figur Bismarcks