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Hundert Entwürfe aus dem Wettbewerb für das Bismarck-National-Denkmal auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück-Bingen
Entstehung
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BISMARCK-NATIONAL-DE'NKMAL o WETTBEWERB

sungen gehalten, die mit der Natur in gutem Einklang stehen (siehe Protokoll). InnererDurchmesser der Kuppel 20 Meter, äußerer Durchmesser mit Arkadengang 32 Meter,Gesamthöhe des Denkmals 41 Meter. Der feierlichen Strenge, wie sie Lederer und andereerstreben, werden damit mehr schmuckvolle und heitere Festräume zur Seite gestellt. Ingewissem Gegensatz dazu steht K. Krause, Berlin (Motto: „Steinhalle", Taf. 22, Fig. 31),der seiner von einer zweiten Kuppel überspannten Halle einen mystisch-feierlichen Zug gibt.Einen ganz eigenen Typus bietet der Entwurf „St. Georg" (Nr. 141) von Georg

Wrba, dessen Architektur von MaxWrba und dessenmalerische Innendekoration von Otto Gußmannstammt. Auf einer schlichten Sockelterrasse erhebtsich ein stattlicher Bau von rechteckigem Grundriß,dessen vier Seiten leicht geschweift sind (Taf. 20,Fig. 29). Das mächtige Hauptgesims folgt dieser Be-wegung ebenso wie das hohe Dach, das in einerschlichten Laterne ausklingt. Die vier Außenwände sindmit durchgehenden schweren Halbsäulen gegliedert.In den Rücklagen sind Bildhauerarbeiten vorgesehen,insbesondere 23 Figuren zwischen den Pfeilern. AmHauptsims erscheinen schwere Laubgehänge zwischenTierschädeln und darüber ornamentierte Zinnen. Sostellt sich der Außenbau als ein stattlicher und ein-ladender Festraum dar. Den Nachdruck hat Wrba aberauf die Ausgestaltung des Inneren gelegt (Taf. 21,Fig. 30). Die Wände der Halle bestehen aus Beton-pfeilern, zwischen die sich Eisenbetonwände spannen,deren Abschluß ein ebenfalls aus armiertem Beton her-gestelltes inneres Hauptgesims bildet. Darüber spanntsich ein Eisenbetongewölbe, das durch Kassettenbelebt ist. Die Hauptkonzentrationsteile dieses Ge-wölbes sind 1. der große Unterzugring, 2. der obereDruckring, 3. die 16 Binder und 4. die das Gewölbebildenden kassettierten Eisenbetonplatten. Die 16Binder entwickeln sich aus den 16 Betonpfeilern. DerInnenraum erhält so eine nahezu elliptische Form,deren Gestaltung und Aufteilung durch das konstruk-tive Gerüst streng bedingt erscheint und die dochfeierlich und schmuckreich wirkt. Denn zwischen denPfeilern sind auf dem einen Projekt in etwa ein DrittelHöhe Bronzetafeln und Reliefs von Wrba vorgesehen.Auf einem anderen Projekt, etwa in der halben Höhebeginnend, Wappenfelder und Wandgemälde, derenAusführung Gußmann übernehmen könnte. Im Innerensind die Flächen mit bearbeitetem Vorsatzbeton be-kleidet gedacht, in dem auch die Bildhauerarbeiten amHauptgesims und Gewölbe ausgeführt werden sollten.Diese Innenausstattung läßt den Kernpunkt der An-lage, das bronzene Reiterstandbild auf bronzenemSockel, zur vollen Wirkung kommen. Auch die An-ordnung der Fenster, fast unter dem Hauptgesims, istdarauf berechnet, den Raum mit einem milden, ausder Höhe strahlenden, die Figur umspielenden Licht

Abb. 16. Kraft (Nr. 115).

Rank, E. Beyrer und Frilz Erler, München.