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BISMARCK-NATIONAL-DENKMAL o WETTBEWERB
plastisch reich mit den Wappen der deut-schen Staaten ausgeschmückt. Wenn hieran festlichen Tagen die Flammen empor-züngeln und der Bau im roten Feuerscheinmysteriös gegen den dunkeln Himmel her-vortritt, dann wird das Denkmal weit überdie Lande gesehen werden und in jedemWanderer reiche Stimmung auslösen. Anden Säulen des inneren Kranzes könnendann Inschriften und Embleme angebrachtwerden, die auch an gewöhnlichen Tagendem Beschauer Stoff zur Betrachtung undErinnerung geben. Technisch sei bemerkt,daß die Verfasser die Fundamente in
Portlandzementstampfbeton ausführen, mitAbb. 10. Weihestätte (Nr. 15). _ , . „ . v . _. , ,
H. Ohnesorge, Bremen. Sandsteinen Hot und Wandelgang pflastern
wollen. Der Oberbau soll in rotem geflammtem Sandstein erstehen. Es wurden für die gesamtenSteinmetzarbeiten 1290 580 Mark in Anschlag gebracht, dazu 60 000 Mark für die Her-stellung der großen Feuerschale in Bronze, 20 000 Mark für Bildhauerarbeiten, so daß mitHinzurechnung der Erdbewegung, Betonarbeiten, Pflasterung usw. die vorgeschriebene Summevon 1800 000 Mark erreicht wird. Aeußerer Durchmesser des Oberbaues 56 Meter, innerer34 Meter. Höhe des Oberbaues vom Postament bis Oberkante Gesims 17 Meter. Säulen-durchmesser 2,20 Meter.
Wenn Kurz und Bleeker einen Doppelsäulenkreis wählten, so kehrt H. Ohnesorge,Bremen, zum alten Steinpfeiler zurück, und zwar mit offenbarer Anlehnung an die bekanntenStonehenge zu Salisbury (Nr. 15, Motto: „Weihe statte"). Er errichtet zwei konzentrische
Steinkreise von 56 bezw. 37 Meter Durch-messer, Höhe des inneren Kreises 16,60Meter. Eine 12 Meter breite Treppe führtzur Opferstätte. „Wenn zur Sommersonnen-wende die Feuer auf dem Riesenaltar empor-lodern, die dunklen, durchbrochenen Massensich gespenstisch gegen die zuckende Flammeabheben, dann wird Bismarcks Andenkenleuchten bis in die fernsten Zeiten." (Abb. 10).Bei C. v. Lilien, München, umschließtder Steinkranz nicht einen Opferaltar, son-dern den ruhenden Bismarck auf dem Stein-sarkophag (Taf. 4, Fig. 6, 7).
Eine andere Variante bieten PaulPfannund Ernst Pfeifer, München, indem sieein reichreliefiertes Steinfeuerbecken durcheinen elliptischen Steinkreis umschließen(Nr. 228, Motto: „Minzeist e in"). DieEllipse wird motiviert durch die Notwendig-keit, das Denkmal nach zwei Seiten zu orien-tieren, nach dem Rhein, wie nach dem Fest-platz. Dieser schließt als etwas vertiefter,von Mauern begrenzter und allmählich ver-breiterter Raum geometrisch fest mit demDenkmal zusammen (Abb. 11). Das feine
Abb. 11. Minzelstein (Nr. 228).Paul Pfann und Ernst Pfeifer, München.