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Zeugnisse zur Geschichte der Märchen
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58 Johannes Bolte. FFC 39

In dem 1811 entworfenen Gedichte Thantasus' (Ge-dichte 3, I. 1823 = Phantasus 1844 1, 144) führt ein Knabeden Dichter zu jener selben Grotte, in der Schreck undAlbernheit sitzen, und zeigt ihm weiter die Gestalten desScherzes und der Liebe.

156. Johannes Müller, Historische Critik 1,245:'Man sollte die Weisheit der Völker, bei denen man lebt,in ihrer mannigfaltigen Gestalt, selbst in Liedern,

quas ad ignem aniculae, narrant puellis,

aufspüren und in Umlauf bringen.'

157. Friedrich Ludwig Jahn, Über die Beförderungdes Patriotismus im Preußischen Reiche (unter dem Pseudo-nym O. C. C. Höpffner gedruckt Halle 1800 S. 7 .-=Werke 1, 4. Hof 1884) erzählt von dem Ruhme Friedrichsdes Großen beim niederen Volk: 'Im Vaterlande und Aus-lande wurden nun bald alle Begebenheiten, welche Volks-sagen fortpflanzten, auf den großen König übergetragen.So wie im Orient noch jetzt alles Merkwürdige, die größtenDenkmäler und wichtigsten Unternehmungen Alexander,dem großen Eroberer, zugeschrieben werden, so wurdein Preußen und Deutschland fast alles Vergangene demgroßen König angedichtet. Auf Reisen durch Preußenund Deutschland habe ich in verschiedenen Ländern dieVolkssage erzählen gehört, welche der treffliche Bürgerin seinem Abt von St. Gallen verewigt hat 1 ). In Preußenund /ingrenzenden Landen ist der Kaiser aus diesemlustigen Märchen verschwunden, Friedrich der Große istan seine Stelle gekommen, aber der Geistliche und derSchäferknecht haben sich behauptet.'

') üben 3, 221L