FFC 39 Zeugnisse zur Geschichte der Märchen. 15
daß die Nebel sich in die Höhe gezogen hätten und dieSonne durch die Finsternis gebrochen sei, worauf einWestwind die Schiffe frei gemacht und glücklich nachder Normandie getrieben habe. — Über märchenhafteZüge in der Kudrun vgl. Schönbach, Das Christentumin der altdeutschen Heldendichtung 1897 S. 182 undPanzer, Hilde-Gudrun 1901 S. 250.
41. Wirnt von Gravenberg, Wigalois 62, 19 (v. 2283):
mit manegem guoten mserevertriben si die selben zit.
87, 23: der getwerc einez in begansagen schceniu maere . . .hie mite kurztez in den tac,wart man mit guoten mreren macund mit reinen wibendie zit wol vertriben.
73, 9: ein schceniu maget vor ir lasan einem buoche ein msere,wie Troje zefüeret wsere . . .als ez in ofte ist geseit.daz maere man do beliben lie').*
42. Thomasin von Zirclaria, Der wälsche Gast
v. 1081:
Ave die ze sinne komen sint,die suln anders dan ein kintgemeistert werden, daz ist war.wan si suln verläzen gardiu spei, diu niht war sint,damit gevröuwet sint diu kint.
') Zu solchem Vorlesen von Ritterdichtungen vgl. A. Schultz, Dashöfische Leben- 1, 563.