H Johannes Bolte. B'FC 39
38. Bamberger Beichte des ii.Jahrh. (Müllenhoff-Scherer, Denkmäler" 1, 304): Ich bin sculdig ... in lugi-sagilon, in lugispellen, in huorlieden, in allen scantsangen.
39. Radulfus Tortarius aus Fleury schildert dieVerbreitung der Amicus und Amelius- sage gegen Endedes ii.Jahrh. (Amis et Amiles ed. K. Hofmann 1882S. XXIV):
Historiam Gallus, breviter quam replico, novit,
Novit in extremo littore Saxo Situs,Quae quoniam metas fidei transcenderet aequas,
Creditur a gravibus fabula ficta viris.
40. Kudrun 1128, 3—1130, 4. Die Hegelingenrüsten sich, um Kudrun, die Tochter ihrer Königin Hilde,aus der Gefangenschaft in der Normandie zu befreien.Horand von Dänemark ist Anführer, Wate der alte undFrute sind Wegeweiser. Als sie auf der Fahrt sind, er-heben sich Winde und treiben die Schiffe nördlich indas finstre Meer, nach Givers an den Magnetfelsen. DasVolk jammert, aber Wate spricht tröstend:
ich horte ie sagen von kinde vür ein wazzermaere,da ze Givers in dem berge ein witez künicriche erbouweirwaere. —
Da leben die liute schone, so riche si ir lant:da diu wazzer vliesen, da si silberin der sant;da mite mürens bürge, daz si da habent vür steine,daz ist golt daz beste; ja ist des ir armuot herte kleine.
Und horte sagen mere (got winket manec werc),swen die magneten bringent vür den berc,daz lant hat die winde, swer ir mac erbiten,der ist immer riche mit allem sinem künne nach den ziten.
Givers lag demnach in dem dunklen Lebermeer,stand aber unter der Herrschaft Horands, wie sich aus^Str. 564 ergibt. In dem Gedicht wird dann weiter erzählt,