FFC 39 Zeugnisse zur Geschichte der Märchen. 7
te yjxouov xai [lYjxepwv. Leg. 10, 3 p. 887 D. Respubl. 2, 17p. 377 B) mit Vorsicht ausgewählt wissen; vgl. Plutarch,De educatione 5 p. 37. Aristoteles, Respubl. 7, 17. —Märchenhaft klingt die von Plato (Respubl. 2, 3 p. 359 D)erzählte Geschichte von dem einer Leiche abgezogenenRinge des Gyges, der den Träger unsichtbar macht, so-bald er den Stein nach innen dreht; vgl. Cicero, Offic. 3, 9und Plinius, Hist. nat. 33, 8.
4. 'Altweibergeschichten' (yepoia) hatte schon um460 die böotische Dichterin Korinna ihre Wiedergabenheimischer Sagen betitelt, wie Hercher (Hermes 12, 315)durch Besserung der Lesart sxepotav bei Antoninus Libe-ralis c. 25 nachwies.
5. Gleich einem Märchenerzähler beginnt um 250v. Chr. der ionische Mimode Sotades sein Gedicht'Adonis': Tiva xwv rcaXatföv «HXsx' eaaxoöaat; vgl. He-phaestion, Enchiridion p. 3, 16 ed. Consbruch und H. Reich,Der Mimus 1, 549 (1903). — Ein anderer Mime bei Cho-ricius (Pro mimis 19, 11. Revue de philologie 1,246. 277)hebt an: "Axoue ori npo? toüto jidcXa xaXoü Xöyou.
6. Strabo 1, 8 p. 19 Casaub.: Wir erzählen denKindern liebliche Märchen zur Ermunterung (xot? te yäpTtaiai -poacpepo|ji£v xobc, |j.u9'oui; eJc; TtpoxpoTiYjv), aber umsie abzuhalten schreckliche, wie jene von der Lamia, derGorgo, von Ephialtes und Mormolyke 1 ). — 15, 3 p. 733 C.von der Kindererziehung der Perser: BiSaaxäXots X6yo)v
') Lamia s. Zeugnis irr. 1, — Gorgo, ein Ungeheuer weiblichenGeschlechts, dessen Blick versteinerte (Röscher, Lexikon der griech. Mytho-ogie 1, 2, 1695). — Ephialtes oder Epiales, der Dämon des Alpdrückens.— Mormo oder Mormol)'ke, ein Schreckgespenst (Röscher 2, 3213).