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Zeugnisse zur Geschichte der Märchen
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Johannes Boltk. ffc 39

hören, sondern Menschengeschichten 1 ). — Zu dem formel-haften Märcheneingange bemerkt der Scholiast: Tipö; tyjvauvYjfl-ecav, 8tc töv (löftov npo£za.xxov oötws, ofov, 7,v o'jtwyepwv xai YP^ö?.

In der 411 geschriebenen Lysistrata v. 781 fängt derChor der Greise damit an: 'Ich will euch ein Märchenerzählen' (jiüftov ßouXou.ai Xe^at Tiv' uulv), und dann wirdvon Melanion erzählt, der die Frauen nicht geliebt, sondernauf den Bergen nur an der Jagd seine Lust gehabt habe.In der Gegenstrophe der Weiber, wo der Ausdruck sichwiederholt, wird die Geschichte von dem MenschenhasserTimon erzählt.

Im Plutos v. 177 erwähnt Aristophanes einen Märchen-erzähler Philepsios; dem Scholiasten zufolge verdientedieser sich dadurch (ouvtcfrelg nüfroug ^aptevca;) seinenUnterhalt. Vgl. E. Rohde, Der griechische Roman- 1900S. 591 und Hausrath, Neue Jahrbücher f. d. klass. Alter-tum 33, 447.

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2. In des Euripides Rasendem Herakles v. 98 rätAmphitryon der Megara, ihre weinenden Kinder durchMärchen zu beschwichtigen: xXl^xoucra u.ii{roi; afrXiougxXctzxc, 6'[1C0£. Vgl. V. 1J.

3. Plato redet öfter (Theätet p. 176 B. Gorgiasp. 527 A. Respubl. 1, p. 350 E. Hippias maior p. 286 A)von Ammenmärchen (ypaöv oder Tiiftöv |iü\roi) und willdiese (0Ü5 iv. vswv 7t«(8ü)v Ixi ev yaAa^i Tpe^dfievot xpc^wv

') Schon in V. 566 war von den Märchen und Fabeln die Rede,welche die Richter zu hören bekommen: o'i 5e Xs-fouac U.69-OOJ vju,Tv, o'C8' Ataamou xi yiXoiov. — Allzu kühn sieht Zielinski (Die Märchenkomödie1885 S. 47) in v. 799 eine Anspielung auf den geldfressenden Hahn imneugriechischen Märchen (Hahn nr. 85) und ebenso in den Rittern v. 416auf den Hundskopf bei Hahn nr. 19.