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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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614
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ßt4 Fehde mit dem Pfalzgrafen.

Item in den dingen warde nit gesparet, die ruter rennten uff denStrassen vor der statt und Hessen nychts herin.

Item zu Roxheym wolt man auch nyeman ubber Ryn füren und standenalle nachen und newen jhensyt Ryns.4. Det. t Item uff donerstag nach Andree woltcn etlich inwoner krut vor der

statt holen; da käme Kussenpfening eynen karch an und slug eynen knabenund wundet ine hart; dazwuschen slug die frau druff und entrant mit demkarch und pferde.

Item der scherrer an stulc 1 hett sinen knecht ubber Ryn geschickt dieio buwer zuscheren, die er vor in gedinge hett; also kamen die ruter ine anund namen im sinen schergezuck.

gemeyn guts zuthun. Do er also den zedel siner fbrderung übergab, narae der ratebedencken bisz nach Katherine und als man in der zyt alles in Unwillen stundegegen dem pfaltzgrafen, schrib der rate zu zwen malen sinen gnaden, bäte sieh zu-

l.') verhorung kommen zulassen lute der schrifft, und als die antwurt käme, das eruns verhören wolt, schickten wir unser frundo geyn Heidelberg, die wurden ver-hört zu unser entschuldigung wie obgemelt von den reten. Aber der pfaltzgrafund sin swager hertzog Jörg von Beyern, der die zyt by ime was geflogen dassterben in sinem lande, rydten weg uff das weydwerck und am montag vor Klisabetn. Nov. 20 wurden unser frunde verhört von den reten. Uff denselben montag warde die bachabgegraben, das die nit in die stat ginge, und liesz uns auch nichts zugeen; daswas uns erschrocklich und swere, dann wir besorgten uns ergers, so hatten wirauch gar wenig meles in der stat; darumb wurden die roszmule zugericht, die gabenmels gnug. Und als unser frunde wie obgemelt zu Heidelberg lagen und der ant-

25 wurt warten, gaben ine die rete hoffmeister und cantzler guten trost, sie wolten

die sach gutlich an den fursten bringen, so er kerne, das sie hofften, es solt zu gut

kommen und gnedig antwurt erfolgen. Also warten unser frunde der antwurt bisz

21. M/v. uff frytag darnach, da was das der fürst haben wolt zu einem abtrag 10000 gülden

und darzu das wir kernen in sinen ewigen schirm jars umb 400 gülden. Das

:to schribon uns unser frunde, die zu Heydelberg waren. Den schickten wir etlich nieunserer frunde mit underrachtung, das solichs in unserm vermögen nit wero. Nachvil erbeit und flisz unser frunde in der Sachen daten mit hilff etlicher rete desfursten, zu den wir uns guts versahen, ist die sach verteydingt, das wir dem furstengeben solten 5000 gülden und darzu in sinen schirm kommen und jars 300 gülden

35 zu schirm geben. Auch was der ertzbischove von Triere unser gunstiger gnedigerherr [80] die zyt zu Heydelberg, von dem pfaltzgraven dar gebetten ime eyntochter usz der tauft' zuheben, der bäte den pfaltzgraven von unser bete wegenuns nit ungnedig zusin. Deszglich hatten wir unser frunde von Franckfürt undSpier zu uns gebetten als underteydinger; aber sie mochten nit gehört werden,

4o dann man wolt mit uns alleyn handeln und hatte nit gern vil lute by den sachen.Also wart unser herr von Trier nit anders vermerekt, dann das er flisz deto gegondem pfaltzgraven und unser saehen gern gut gesehen hettc und läge dry tage zuHeydelberg und teglich gingen unser frunde zu ime und sinem hofmeister HermanBosz von Waldcck und der gab unsern frunden zu erkennen, unser herr von Trier

45 hette den pfaltzgraven gefragt, was die irrung were zusehen [ime und] den [von]Worms, sie heften sich allwege gutwillig und dinstlich gegen ime gehalten alsfromme arme lute und sich erbotten eyn teydingsman zusin. Also hat ime derpfaltzgraff zu antwort geben, die von Worms heften sich also gegen ime nit gß'halten, doch so stunde er in teydinge mit ine und were abgeteydingt und der ant-

no wurt wartend von den von Worms und were nit noit ander teyding. Daruff suchtenunser frunde den von Trier widder und gaben ime underrachtung, das man vonkeiner teyding oder antwort woste zugeben und bäte aber sin gnade sich witerzuarbeiten. Das dete er und hiesch unser frunde zu ime kommen uff die bürg zuHeydelberg morgens, so er scheyden wurde. Das geschaoh. Also gab der von

65 Trier unsern frunden antwurt, es were umb sust, der pfaltzgraff stunde noch uttsiner furdern antwurt, er wolt ime nit gönnen zu teydingen etc.1 Ein Haus amme StBle wird 1321 genannt. ÜB. II, 112, 2.