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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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613
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1483. 613

lassen und dräuten den fergen, welcher hienubber füre anders dann reysigen,so wollten sie die fergen erschiessen erstechen und erdrencken.

Item in der zyt warde der Rync vast grosz und regent die zyt vor undvor alle nacht, das was gar wole mit der statt dran, dann man wachet vastund viel in allen vorporten und wachten die vom rate, die Huszgenossen, snüner und XVI., von des rats wegen alle nacht 2 odder mee, und kamennachts uff das Nuhusz, da ordent man von der gemeyndc alle nacht in allevorporter und macht heuptlute und losung und lagen die letzenmeinster uff!ren letzen und waren burgermeister und rait alle nacht bcmüwet.

Item in der zyt macht man gebott und hiesch die zunfftmeinster, das wnyemant schiessen sollt one redlich ursach.

Item die uszwendigen slichen ettwan herby die statt und machten fuweruszwendig umbhere.

[83] Item es kamen auch der zyt der statt viel warnung und das dieruter anslege machten; were der Ryne nit so grosz, die huser uff der nyder- 15weide musten abgebrant worden sin, deszglychen die Ryne mulc.

Item am ersten was der Ryne noch nit also grosz, abber als die bachabgegraben und genommen, warde gekeret und lieff in die landtwerc herabl, ff die weyde, da grub man die bach in den Wagk, also das man dannochnett mögen mehen, wo der Ryne nit uffgestanden were und warde der bach 20halb viel gewessers umb Nonnenmonster, da was es sorglich.

Und als die statt also betrengt und der rait vast bekommert was undlägen des rats frunde zu Heydelberg wo! 14 tage und hetten die von Spireund Pranckfurt ir frunde umb unser bett willen auch dahien geschickt.

Auch käme die zyt in unser statt der ertzbischoff von Triere, dem 11schanckt man erlich wyne visch und haber und bade sin gnade, so er zudem paltzgraven kerne, als er dann uff wegen was, dem paltzgraven eyndochter zu dauff zu heben etc., das sin gnade dann vor die ungnade gegenuns bete und das best darinn rette. Das sagte er zu und dete auch das,deszglychen die von Spire und Franckfurt; abber sie mochten nit gehört sowerden und nychts verfenglichs schaffen und wurden dermaszen abgewysztu nd unser ratsfrunde so viel [84] zuerkennen gebben, das nit nutz weryemant zu muwen und so mynner lute so besser, dann man wolt allein mitden von Wormsz teydingen und warde gefurdert 10000 gülden zu abtragUr >d das man in den schirm kerne und jerlich 400 gülden zu schirmgclt ISgeben solt und wolt man keyn underteyding hören, man gebbe dann ant-Wort umb den abtrag. Und ward des ratsfrunden viel hertickeit erzeugt und•noent man nit wege fynden, das man an den fursten selber kerne 1 .

1 Seite 79 der Handschrift in Band nr. 1934 findet sich folgende Ergänzung von

anderer Hand: Darnach uff sant Martins tag, da der bischove solt den rate be- 40

su tzen, swure er zuerst usz der stat buch den eyt, den eyn bischoff sweren sol, so

r erst in den rat geet und stabt ime den eyt der statschriber. Darnach gab ime

* Bürgermeister 2 pene gülden. Darnach name er uff die ampt vom gericht und

°n burgermeister etc. und besatzt die widder nach alter gewonheit. Darnach redt

, r > wie das er me ansprach und irrung hette, die wolt er verzeichent geben und 45

ii ^ 0l ^ ^ es ra ^ 8 wieynung daruff zuversten, begert, das man sich williglich gegen

e erzeugt, deszghch wolt er auch tun, dann sin meynung were ye der stat und