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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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611
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1483. 61t

wurden des ratsfrunde zum zweytenmal geyn Heydelberg geschickt unsernhern den bischoff rats zufragen, wie und ob man den paltzgraven ersuchensollt. Das wollt sin gnade nit raten und erzeugt sich dermaszen, das desratsfrunde wol merckten, das er nit willens darinn hett und besorgt man,sollt man vollfaren, das der bischoff wurde es darvor haben, man wollt ine •verklagen [76] und was man redden wurde mit dem paltzgraven, wurde derbischoff widderwenden und Ungnade darusz schöpfen. Und blibe also an-stene. In des erfure man, wie der paltzgrave sinen amptluden geschribenhett, uns nit zu gleytten. Das schreib man dem paltzgraven mit bett etc.Also gefiele antwort, es were also und die ursach, der rat hett ine verarg- iuwonet und im Unglauben zugemessen, des im von andern stetten nit merbegegnet were. Schreib der rat widder und erbot sich zuverantworten unddie ursach zu endecken und das des ratsfrunde doch gleydde gebben wurde.Darumb gefiele nit antwort bisz man zu mermalen geschreib. In des legertensich etlich ruter in die flecken umb die statt und wurden die unsern an- ugerant und gefangen und gemanet geyn Pederszheym. Darzu wurden allestraszen verhalten und wollt man nychts in die statt lassen füren oddertragen und ward die bach abgegraben und genommen, das sie nit in diestat ginge. Da rust man die roszmule und ander mulen zu. Und ritten der

versteen geben han, uwern gnaden anzumuten uwer gnaden hoffmeister globen zu- 20

:lsz, 'n, das uwer gnade und die uwern zu solichem inryden uns und unser stattunachedlich sin wolten, dadurch wir uwern gnaden argwonikeit zugezogen hansollen. Inhalt solicher uwer gnaden schritft haben wir nit ane mergheh beswerdounser gemute gehört, doch für ein gnade, daz uwer gnade uns solichs ursach ent-

e ckt hatt, mereken aber, das uwern gnaden die dinge anders angelangt dan sie 25ergangen sin, dan wir gar ungern uwern gnaden anders zuziehen wolten dan lobund ere, als auch uwer gnade als ein loblicher fürst usz angeborner und wirokenden

ogenden aller fürstlichen eren pfligt, uns auch als zu uwer gnaden eitern loblicherRcuechtnusz aller gnaden vertrost haben und des noch in boffnung steen. On-gezwivelt so uwer gnade in dem gemelten handel unsers guten willen und mey- 30nung un[ i unser vorantwurtung bericht wirt, wie und welcher masze unser rats-

rundo Olit unserm gnedigen herrn von Worms und andern uwer gnaden reten ge-r ett han uff genielt zyt des inrytens, uwer gnade usz fürstlichem gemute solichverdechtlickeyt gegen uns abstellen und uns als bischer ein gnediger herr sin, unsSfeit mit zuteylen. Bitten darumb uwer fürstlich gnade abermals undertenigs 85Ul nstlichs flisz einen bosundern liephaber aller erberkeyt und gerechtikeit, ob durchversagung in uwer gnaden gemute ettwas Unwillens und ungnedigs gegen uns wereUn 'l darumb uns und den unsern gleyt abzuslahen bevolhen hette, das in uwerngnaden ampter gnediglich abzuschaffen, oder ob das uwern gnaden nit geliebt, dochUns °rn ratsf'runden wir onverziehen zu uwern gnaden oder uwer gnaden reten 40Willens sin zuschicken, darzukommen und wider von dannen an ir gewarsam gleit

"geben, so hoffen wir uns der dinge so erberglich zuverantwurten und dermaszen

''"erzeigen, das uwer gnade des ein gefallen und uns für unschuldig haben solle,

«iis wir auch umb dieselben uwer gnade demutigs flisz unsers Vermögens verdienen

ollen. Bitten des gnedig antwurt. 45

„ Darauf antwortete der Pfalsgraf am 14. Nov.: Uwer schriben uns jetzt zu-

getugt ist uns verlesen und haben ein befremden das ir uch umb solich ergangen

ede, j r j un unsern haben lürgchalten, entschuldigung erbieten, das doch so often-

, 1(; hen for unsern trett'elichen reten gescheen ist, das darfür kein leukeln gehört;

e , sz ha'b wir uch nit bedacht sin unser amptlute befclhe dos gleits halben abzu- 50

• *"BB, das wir aber nit vermerekt werden uch verhorung abzuslahen, so mögen

, Uwor ratsfrunde gein Heidelberg fertigen, die wollen wir verhören laszen und

diu ^ ense lben die sie mitbringen und den iren also gein Heidelberg zukommen

ijja ' u "d wider dannen an ir gewarsame unser fry strack sicher gleyt für uns

"' muero und alle die der wir ungeverlich mechtig sin. Band nr. l<j:!4, p. 87—1)1. :,:,

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