594 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms.
wünschen und besunder auch zu uwerm inryden uwer gnade mit samptandern unsern gnedigen herren und der werden rilterschafft zu empfaendemutiglich und fliszlich bitten, dem rate und der statt fruntlich und gnedigzusin und zu confirmiren und bestetten ir f'ryheit etc.; was dann der rate
t und statt uwern gnaden thun so], wil der rate auch gutwillig sin und damituwer gnade auch bitten, das uwer gnade keinen, der der statt verwyst were,mit uwern gnaden inzufuren; ob aber derselben ettlich gleits begerten, daswil ine der rate uwern gnaden zu gefallen geben etc." 1 . Daruff antwurt derbischoff: „Lieben [15] frundc! Ir habt mir furmals zu rnynem bistumb zwey
jo oder dru male glucks gewünscht und ietz zum inryden aber; des danck ichuch; die confirmatz der fryheit han ich mich erbotten uch zugeben, damitsollen auch die obgemelten anlaszbrieff übergeben werden. Von der ver-wisten wegen wisset ir uch wol zuhalten." Damit hiesch der bischoff sinensehriher die confirmatz lesen 2 . Das gesebach. Darnach stabt ime Andreas
II der stattschriber den eyt; also was der confirmatzbrieff inhelt, das wollenwir stette und veste halten getrulich und ungeverlich als uns gott helff unddie heiligen 3 . Des danckt man ime mit den Worten: „Gnediger herre! Wirdancken uwern gnaden" und damit ridt der gantz gezug furter gegen derstatt gar zierlich in der ordenung, nemlich zuforderst der statt soldener vier,
w darnach unser frunde von Spier, darnach unser burgermeister und burgervon Worms alle in einem kleyde in glantzem harnasch wol erzeugt, alle mitglenen und trabten unser frunde von Worms mit zwolff oder mee pferdenvor der statt bannir, das fürt ein korischer in gantzen glantzen harnaschvast wol gerust, was eins burgers sone genant Jacob Agcrszheimer; darnach
2. r > der burgermeister und ander ratsfrunde, ye zwen und zwen, darnach die ob-genanten ratsfrunde in iren erheben swartzen rocken uff sadeldecken, darnachder bischoff und sin frunde pfaltzgrave [19] und bischoff von Spier 4 mit vierhundert pferden oder daby. Und als man für das munster käme, blibe yeder-man halten bisz do der bischoff vor sant Steffans cappel abstünde; da was
30 ein geschrencke gemacht, das er nit gedrengt wurde, so er abstünde, vonden, die des pferts begerten, uff dem er ingeritten was 5 . Es was auch derburgerschafft gesagt, das ir keiner nach dem pferde steen solt, dann es wasvillicht vor übertragen, wem das pfert werden solt; und ginge der bischofl,als er abgestunde, in sant Steffans cappel, dete an sin pontificalia; do kamen
u die herren vom dhume mit fanen und reliquien und belcken in processioneund fürten ine in den köre; die belcken trugen vier rittet- des pfaltzgravendiener; das solten nacli alter gewonheit vier ratherren gethan han, aber eswart auch vernüwet. Vor den belcken gingen des ratsfrunde obgemelt, dieden bischoff empfangen hatten, und vor des ratsfrunden der statt heimberger
«o mit einem stabe bisz füre den köre, da bliben des ratsfrunde steen; die herre 11gingen in den köre, do sangk man Te deum laudamus. Do der bischoff 0den köre käme, ryt yederman in sin herberg. Unser gnediger herr der
1 Vgl. den analogen Vorgang im J. J427, o. p. 331 f. s Dan Original «f
Confirmati'on im St.-A.'W., Urk. nr. 504. Aligedruckt bei Zorn p. WS f. Mornen'J4.'i p. 70 rcrwecltnelt die Gmfirmation mit dem AnlassAirief. * Vgl. '/(»'n p- 1*"'
« Ludwig von Helmstadt i478—ir>04. ° ». o. p. 883, Uff.