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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
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590
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590 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms.

statt käme, das der rate nit gern sähe, do sich der bischoff also sperret undirrung des eydts zugefallen was. Und dete der rate darumb deste mer fliszund bete an den bischoff die pfaltzgrevischen rete und ander, das er inrydcund dete und widder gethan neme vom rate, was sich geburt und von alter

■ r > herekommen was. Aber man kont des herkommens, wie der eydt biszheregcscheen were, nit eyns werden. Des was der rate erschreckt und besorgtungnade und auch schaden, dwil sovil fremds volcks in die statt kommenwas und der bischoff wol gefrundt und by dem pfaltzgraven gewaltig wasund bestalt sich der rate, das sich ettlich usz den zunfften zusammen kamen

10 in das harnasch, ob cttvvas furgenominen winde, das man ettwas gerustwere, dann so man lenger teydingt mit dem bischoff, so mee Unwillens undgrober wort dem rate begegenten.

[6] Also nach vil reden gaben die pfaltzgrevischen rete zwey mittel an,dasein, das der rate dem bischoff den eydt dete, wie von alter herkommen;

16 ist das man das wort gefurst 1 darusz liesz und zulest an den eydt gehangenwurde, doch dem stiefft an sincr fryheit und gerechtikeit an schaden. Dasander mittel, das der bischoff sin confirmatz gebe und inryde und des ratseydt under wegen blibe und der rate und der bischoff zu einem usztragkernen uff ir frunde und ein obman, welicher eydt sinen furgangk haben

20 solt. Der woge was dem rate keiner uffzunemen, sunder meynt, es solt byaltem herkommen hüben und liesz aber den bischoff ersuchen und bittenwievor, dann es were dem rate nit zuthundc, künden es gegen dem ric«und der gemeyn nit verantwurten. Aber es ginge dem bischoff alles nit zu-hertzen und wart ye beweglicher wort reden. Also hat der rate die nach»

85 wyter gedechtnusz und rats gepflogen ir selbst und der von Spier frun«*und konten der wege keinen in rate finden uffzunemen und stunde biszmitternacht daruff, das das inryden underwegen solt bliben sin und der costund arbeit des bischoffs und der statt alle umb sunst gescheen; des derrate ein grosse kommernusz haue und besorgt Ungnade des bischoffs, des

30 pfaltzgraven und der ritlerschafft und schickt darumb noch eyns zu dembischoff, do es über mitternacht was und morgens das inryden gescheensolt und liesz ine fliszlich und gar demutiglich bitten genediglich zu bedenckensune und [7] rachtung mit sinen gnaden und der pfafl'heit, das alt M* 1kommen der statt und was unrats usz solichem Unwillen ensteen niool' 1

:) r . und wie er sich fruntlich erboüen und zugesagt hette, kein nuwerung & umachen, des ime der rate dancket und wie der rate ime biszhere zu wilU' 11worden were und auch hienfurc deste williger sin wolt und so sich der ral"solicher inrede versehen, so hette er noch flissiger gemant von den dinge 11zu reden in getruwen, do sin gnade irrung meynt zuhan, das dann sin gna« e

■tu billich che von den Sachen gerette hette, nachdem der rate zu vil malen derdinge halb zu sinen gnaden geschickt und er alleweg antwurt geben h cltckeyn nuwerung zumachen und sich gutlich und fruntlich zuerzeugen. Daruantwurt er: „Ich han kein irrung gewust und meynt es were schlecht, abeir habt irrung gewust, darumb habt ir villicht an die Sachen geinant; i fi '

4. r > ' e. o. p. 33!), 16.