558 Beilage: Acta Wonnatiensia.
Stande darausz, das sie unsertn herrn von Wormbs zu gut villicht mer vleyszgethan und die dinge ernstlicher gesucht, dann unser gnedigster herr pfaltz-grave wissens oder sie bevelch hetten und das es seiner gnaden halber nitso streng und sorglich. Des was der rat fro, das man sich nit ergeben und
•'■ doch eynen freuntlichen abscheidt hett.
Darnach ward ratgeslagen, wie man die dinge an unsern gnedigstenherrn pfaltzgraven bringen sollt auff dise meynung: Nochmals ivird derganze Hergang breit erzählt und der Math verwahrt sich namentlich gegenden Vorwurf, als ob er das Mandat bewirkt habe. [I8 b ] Aber damit E. f. g.
10 verstene mog, ausz was Ursachen das mandat und ladung auszgangen seinmöge, so ist ewer fürstlichen gnaden unverborgen, wie in vergangen jarenmermals mergelich ansleg und auffsatzung durch unsern allergnedigisten herrnRo. keyser und des heiligen reichs churfursten fursten und herren im reichauffgelegt, darunder die stat Wormbs auch zu dreyen malen angeslagen urab
i» mereklich lülfr und stewer, des sie nit in vermögen gewesen oder noch seinund mit solicher hilff und anslegen stillgestanden, bisz sie zu allen malenfurgefordert und citiert sein worden umb ungehorsam oder zu sagen ursach,warumb nit; also hat mit sweren kosten auch nit one wissen sonder mitrate unsers g. herrn bischoff Reynharts seligen erstmals gein Wiene zwo
20 botschafft und darnach in Brabant und ilz am jüngsten gein Spiro undNurem/lIO/berg geschickt, ist auch nit one wissen und rat unsers gnedigenherren von Wormbs und sich zu allenmalen erklagt der Stadt Wormbs armutund Unvermögen und das die stat in grossen schulden sey merglicher dinslhalber dem Romischen reich offt bewiesen, am lesten vor Newsz l , das die
«6 stat kost ob 8 tausent guldin, die man noch swerlich vergulten miisz. Sosey der Stadt viel ungefelsz zugestanden durch grosse brende kriegsleuffe undander, dardurch die stat in verderben kommen sei und hab vast abgenommenund noch teglich an leuten und renten. So haben wir nicht dann alleinwes die burger under ine selbs schetzen und aufTheben von wyne und frucht;
30 so sey die stat vast lere und ode, ein merglich zale der geistlichen darinn,die haben grosse freyheit oberkeit und mögen der stat renten nit wole er-tragen, das man schulde und gulten reichen und die stat in bu halten mögeund sey nit in unsern statluthen vermögen die anslege und auffsetzungen zugeben und also darfur gebetten. Also haben der keyserlichen maiestat rete
3. r . allerhande frage und furschung gehabt, wie die Stadt also in abgang undverderben komen sey und sie verstene, das die stat anhenge mach mit einem
1 lieber die Belagerung von Neuss durch Herzog Karl den Kühnen von Burgunds. Clvr. Wierstraat, Hrntori des beleegs van Nuis in Chroniken der d. Städte. XX-Dortmund, Neuss. Leipzig 1887. Uebcr die Theilnafme von Woi'tns an der Belagerung
4o erfahren wir noch am meisten aus Knebels Diarium ed. Viecher und Boos in Bush')'Chroniken II, p. 139, 23 Ende 1474 über die Rüstungen der Reichsstädte. II, 229/-iiiier ein Gefecht vom 23. April 1475, wobei ein Wormser umkam, p. 245, 18 Verzeich-nis.* der Continqentc. p. 252, 37 über die Theilnahme der Wwmser an der Kinnahm''des Werde 12. Juni. II, 262, 19 Aufzählung der Städte vor Neuss. IT, 312, II '''"'''
*5 Verliandlungcn der Städte Worms, Spcier und Frankfurt. Die Stadt geriet» in Schulde 11und sie irrschaffte sich durah, Rentenverkäufe (fehl, s. die zahlreichen Rcntenbrieft nHSt.-A. seit 1479. Aus derselben, Zeil sind eine grosse Anzahl Verleihungen der Allw< in "'gegen Zins vorhanden.