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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
Seite
528
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528 Tagebuch des Reinhart Noltz.

Worms im volck entstanden, dasz derglichen in diesen landen nie gesehennoch gehöret was, sondern auch in stifi't [447] und statt Speyr und Meintzund bi aller nachparschafft.

Und nachdem die kgl. mt. einem rat und gemeiner statt ein weggeld

5 gnediglich verliehen 8 und geben hett an allen pforten von einem wagen 2 $)und von einem karch 1 <$ zu geben ' und dafür der bischoff dermaszen einzoll gehabt hett, dasz er die Kemmerer gerriet, meinten sie des wege geldsauch fri zu sin und als vor 3 dagen dafü'ro ir diener 3 geschirr, 2 wagenund 1 karch, unterstünde uszufüren fri, wolt sie der pförtner US befelh [448]

iü des rats nit lassen faren, also dasz sie musten usspannen und die geschirrlassen stehen in der statt; daruf aucli der Kemmerer beger stunde inen ir

a ) IIa. verglichen.

deutsch und latein in einander zu drucken viel arbeit nitnt, dan ein geschrift isthoher, die ander breitter. Am 17. Okt. befiehlt der Ruth dem Jacoben Köbbcl buch-

II drucker zu Oppenheym 4<X) einer intimation zu drucken mit den grossesten buch"staben, die du in dyner druckery hast texture modus . . .

Trotzdem da« Interdictum aufgehoben war, war der Rath am S. Nor. auf» neuegenöthigt, sich klagend, an den König zu wenden, indem er berichtet: wie die f> stiftebann und interdict gelegt umb ires eygen nutzes willen, daneben sie den . . ■

20 brudern der vier mendicantenorden, die . . . sich nit irren lassen, in iren kirch«'' 1für und für gesungen gelesen und die gütlichen ftmpt vollenbracht . . . Darum bunser bischoff ihren Orden im Bistum verboten habe, dadurch inen ire lybsnotturtHund narung abgegangen. Die kgl. Majestät Itabe den Bann abzustellen befohlen, MO*die Pfaffen nicht gethan Mitten. Die vier Bettehrdcn richten an den Kimig eine Bdi-

25 schrift. or. chart. c. 4 sig. impr. Band nr. 1927.

Am 17. Nov. bittet Johannes Knolff vicarius ecclesie Worin, et officialis, da erAngst hat nach Wmtn» zu kommen, um den Zins einzuziehen, den Rath dem Bartholo-maeus Pfarrherrn zu Ijiisselheim zu erlauben, dies an seiner Statt zu besorgen. Bandnr. 1927. Am 20. Dez. Mcmingcn erliess Kimig Maximilian an beide Partheien den

30 Befeld, ihre Klage vor das Reicliskammergericht zu \rringen, damit dasselbe erkenne,was Sachen weltlichen oder geistlichen seyen und das alsdann die weltlichen Oft"selbs on alle ferrer waigerung entlichen gerechtvertigt und austragen werden. I' 1 "'das ir zu beiden teilen solchs also anneiuen und darauf allen Unwillen, so sichdaraus begeben mitsampt den pan, so die pfaffheit über euch anbracht und erlangt,

35 abstellen und euch und die orden bey euch davon gentzlichen absolvieren, desgleichenir die mandat der acht gegen inen auch nit gebrauchen und sy widerumb in diestat Wurmbs einkomen und wie vor diser irrung bey iren rechten zinszen gultenJurisdiction und freyheiten ... ungeirrt bleyben und wonen lassen ... Band nr. 1921-or. chart. c. sig. tergo impr. laeso. , .

4ii ' Köni(/ Maximilian ertlmll der Stadt Worms am 12. Sept. Innsbruck ein, /V«'i-

legium betr. den Wegzoll. Bürgermeister und Rath hätten durch ihre Botschaft dinberichten lassen, wie das vor vil iarn und zeitherr ob menschen gedechtnus zuWorms ein alt herkomen Übung und geprauch sey, das die jhenen, so dieselb stattWorms mit gef'ertt als mit wagen und karren gebrauchen, ein yeder ausmerekischer

45 von einem karren ein phenning und von einem wagen ein phenning und ein fing 1 " 1 'heller, sy seyen geladen oder ungeladen, in seinem ausfarn aus der statt an derpfortten geben habe und das sey aus irrung ein wegzoll genannt worden und etwoallerley irrungen davon entstanden, von etlichen, die vermaint haben zollfrey **"sein. Damit aber soliche irrungen abgewendet und doch der gemein nutz der vor-

so gemelten statt auch nit verletzt noch geschmehlert werde, uns diemutiglicb<' nangeruffen und gebetten, das wir sy in solichem gnediglich zu fürsehn geruechW**Also haben wir . . . die genad getan und macht gegeben, also das sy für ob"bemelten zoll ein weeggelt aufsetzen und nemen mögen, nemlich von einem wagenzwen phenning und was last und kawtfmanschatf't füret von yedem pferde zwe»

js phenning, als dann solichs auch daselbs von alter herkomen ist, die dann ein yedeiausmerekischer in seinem anstarren aus obgenanter statt zu weggellt geben sol • • 'St.-A. W. Urk. nr. (Hill. or. mb. c. sig. pend. Vgl. Arnold 11, 4X7.