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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
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524
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524 Tagebuch des Reinhart Noltz.

wissen laszen gestalt der Sachen und sie weren im bann und die pfaffenbetten all iren willen erlangt und sie wolten wunder wireken. Also [43fiJ

des h. reichs ist, die Ewer k. mt. und iren vorfaren am reich mit darstreckungires leibs und guts nach irem vermögen trewlicli gedient haben, auch furer un-

s gezwivelt aber thun werden . . ., dcsshalb möge sie der König vor dem Verderbenbewahren.

Am IS. Sept. schrieb der liath dem Stadischreiber am kgl. hof zu Yszbrugkoder in synem abwesen hern Jörgen Mosbachen kgl. secretarien: Fugen dir zuwissen, das wir unser ratsfrunde uff den uszgeschriben tag gein Spyer exaltationis

10 crucis jungst verruckt zu des h. rychs fry und rychstett sendbotten geschickt . . .Iiaben die Städte freundlich bitten lausen, der pfaft'en furnemmen zu bedoncken,sonderlich wes den unsern jungst zu Franekfurt in der messe begegent . . ., woraufWorms an die Sendboten eine Supplication gerichtet und gebeten bei kgl. Majestät vor-stellig zu werden. Man erfahre, dass die Pfaffen den Fürschlag annehmen wollten,

lt doch mit Bedingungen,. — Und obschon die absolution erlangt wurde, doch den hol'nit verlassest, sunder uns die absolution zuschickest und am bot' verharrest bis/,ut' unser ersetzen . . . Er solle aufpassen, dass sie nichts beim Kardinal ins Werksetzten . . . Wollest by k. mt. arbeiten, damit wir der (i(X) gülden des Komischenanslags und des restantz vom Hungi-isehen anslag verdragen und quittirt wurden,

20 des zugks mit leuten etlich minderung erlangen, auch ob uns der .luden anslag zugut kommen möcht.

Am 16. Sept. erliess König Maximilian ein Mandat an alle lieichsstände: Ob-wohl der Streit zwischen Stadt und Pfaffheit auf dem letzten Beiclistag zu Konstanzverhört und ein Austrag verfasst worden sei, den beide Partlieien auf Hindersiclibringcn

ss angenommen haben, in 14 Tagen, an- oder abzuschreiben, und jetzt die Gesandten derStadt Worms den, Abschied angenommen Mtten, so soll doch die priestorschafr't ob-gemelt über solichs alles, auch das sy den bestimpten austrag anzunemmen in derzeit wie obstet nit zu oder abgeschriben, wider die burger von vVormbs umb sachen,die gantz weltlich und layisch sein und darumb sy vormals vor uns in verhör ge-

N stannden, mit geistlichem gericht procediren und sy in den geistlichen bann, auchdie hilft' des weltlichen arms darüber erlanngt unnd das alles offennlichen an-geschlagen und verkunt haben, das unns an unnser oberkeit unnd inen zu merek-lichem schaden und nachtail raiche unnd uns darauf deniuteglichen angerutt'en unndgebeten, sy hierinn mit unnser kgl. hilft' gnediglich zuversehen: Wann nu solich

35 hanndlung der priesterschaft't, wo die dermassen gestallt, unbillichen und widerunser und des heiligen reichs Ordnung und Satzungen were und uns als Römischenkunig zugestatten die burger von Wormbs mit geistlichem gericht also beswerenzulassen genntzlichen nit gemaint ist, demnach so gepiten wir euch allen und ewerydem in sonnders bey den penen und straften in unnserm kgl. lantfriden begriffen,

40 auch unser und des heiligen reichs acht und aberacht von Römischer kgl. machteinstlichen und wollen, das ir auf solh vermaint erlangt urtail executorial bannund ander processen auf der genanten priesterschaft't oder yeniands andern von irenwegen anlanngen oder begeren, auch für euch selbs, wider die statt Wormbs, ireburger inwoner diener oder verwanten, auch ire leib habe oder guter gemaincklich

4.'i oder in Sonderheit, mit der that oder in unguten, nichts furnemmet oder handeltnoch das den ewern zuthun gestattet weder haimlich noch offenlich in kain weyse,sonder sy ir leib hab und gut allenthalben sicher und unbekümmert wie vor han-deln und wandelen lasset und auf ir begern gelaittet und zu gelaiten verschaffet etc.Wohlerluittenes Original cliart. c. sig. tergo impr. Hand nr. 1921. Ferner in Band

so nr. 7922 zwei Drucke in grossem und, kleinerem Format (von Peter Drach, 200 und400 Fxemplare, das Hundert um 1 Gulden).

Am 18. Seilt, erliess sodann der König ein Mandat an Techant, cappittel undgemeine priesterschaft't der fünf stiefft zu Wormbs z. Th. mit den nämlichen Wortenwie oben. So gelangt uns doch gelewblich an, wie ire darüber vor verscheyrumg

ss der vorgemelten zeit vou dem vermeinten geistlichen richter invocationem brachnsecularis auszbracht, das die weltlichen by peen des banns in sechs tagen nachverkundung derselben invocation in iren herrscneft'ten gerichtszwingen und gepictendieselben von Wormbs, die iren und ire leib und guter annemen fahen und feng-lichen halten, auch mit der täte sollen und mögen gegen ynen handeln. Das könne

60 der König nicht dulden und er gebietet bei Strafe der Acht den Bann binnen 10 Tagen