1494. 379
unterrichten in solcher Verhandlung gutwillig zu sin, als auch geschähe. Unda 's es zit ward, wurden unser vier gesandt an den königlichen [33/ hof undg'cngc auch also vor die kon. mayestat bis unter die newe Moritz, da saszder konig ab und hatte uf siner piret einen Crantz von wissen und rotengrasblumen gemacht in aller mas und gestalt, wie der gemalt Crantz in der 5frawen Crimhiltin" an der Möntz in ir hand gemalt ist 1 ; und als die kön.niaycstat uf die stube quam uf der Möntz und nachdem sin kön. gnadenbegert hat einen cid vom rat und gemeine zu geschehen, etwas witläuftigerdan von alters herkommen was 2 , was ein rat hochbedrangen, da.[34jrumh
a ) ITs. Oucheltin. 10
' Zorn p. 199 berichtet zum Jahr 1493: desgleichen die neue münz mit k. m.holden und andern wurmen und bildern durch den berümten meister Nicolaus«lwergolt schonbarlich zugoricht worden. Das nächst jar hernach hat man diea 't müntz auch malen lassen. Zorn-Wück p. 444: Da sitzt der keyscr in seinemKeysorl. habit und stulc auf der rechten ein zweiköpfiger, auf der lincken seifen ein 15ei nkopfiger adler, stehen darunter diese wort:
PRIDERICVS. III. IMP. AVG.
RENOVATA. EST. HM3. BASILICA. M.CCCC.XCII.
Astra Deo nihil maius habent, nil Caesare, terra.
Sic terram Caesar, sie Deus astra regit. 20
Uarnach stet f'raw Crimhiltin und der hörnin Syfridt gemalt mit zwen risen ligendt,
«arunter sten diso wort:
Libertatem, quam maiores peperere, digne studeat foverc posteritas; turpeeniin esset parta non posse tueri. Quamobrem Wangiones quondam cum Iulioconfhetati iam tibi Caesar perpetua fide cohaerent. 2.1
Zorn Hs. nr. 8 entlüilt von einer Hand den 18. Jahrhunderts eine Reihe von
•J ■ ivcrtvollen Randbemerkungen, die auch in die Zorn'sclie Hs. des Gymnasiums in
Worms übergegangen sind. Zum Aufenthalt Maximilians 1494 lieisst es fol. 202:
\<i müntz stuben war bei gemelter huldigung gezihret mit schönen tapezerei oben
n ]t gülden stücken und vorn über das gesimbs herab und der boden des gesimbs 30
mit seyden deppich belegt; der stück boden mit eitel grünen blümten klee bc-
preitet; die hinder fenster mit weiszen lilien zihrlich vermacht, die steeg ausz-
enttig mit wohlriechendem klee und grasz bedecket; die lehnen bisz hinauf mit
Wohlriechenten blumen ••• gezihret; darob sich auch der keyser erlustiret.
Hierauf als die burgerschaft auf dem marck beisammen ist, drit k. may. 35antzler neben den könig, nach verlaufung anderer ding, und läse aus einem buch^esen nachgeschrieben cid und sagte ime ieglichor nach überlaut (folgt der Kid wie. nt «np. 380, 30 ff.). Nach vorbeschribener huldigung hat die konigin auf den abent,n gchret zu tantzen; darzu waren berufen uf 20 erbarer frawen in irem erbaren' ill ^t; da tantzton mit der konigin pfaltzgraf Philips churfurst zur lincken hand io^ n u tantzten 8 graven vor und nach mit facklen züchtiglich umbher und etlich«raven und herren mit hofjungfrawen nach; doch nicht viel teutscho täntz. Dar-ach den andern tantz tantzten andere fursten graven und herren und edle mit^•'ungfrawen und bürgerin manch tantz bisz nach mitternacht. Und da 3 tantzji e Hchehon waren, käme der konig ausz seinem gemach an den tantz und rot mit 45dr> r 7, 0I "#' n un d waren fast frölich. Als man scheiden woll, ging der konig zucn bürgerin vor und vor und gab jeglicher sein hand lachent gar gutlich. Dar-ach ging konig und konigin hinweg; führte der konig die braut selber; doch, man zuvor den frawen und jungfrawen zucker und wein in güldenen köpfenmitragen h*„szen. Es gingen auch die fursten graven und herren und besahen die 50urgorin mit fleisz; wurden gelobt sonderlich umb irer ersamen kleidung willen,eine hat einen geschmuck, sondern alle fein schlecht und erbar one des advocaten' w , hat goschmuck umb das haupt halsz und brustduch uf den necken schlagen.kj" 1 . an deren tag tantzet man abents wieder und ward die konigin uf teutsch ge-no )u m '* zm ' uc k hängten haar und hat ein rot paretlin uf. Über die Münze vgl. 55' w örner, KumldctihtUücr, Kreis Worms, 384 //'. 2 Den alten Eid s. 0. p. 338.