Aus Wormser Rathsbüchcrn. 313
nach mittage deten einen follen rait machen, so wolten er sin frunde zuinen schicken und ein antwort von inen verhören und getruweten ynen wole,sie sulten imen darinne nit tragen.
Daruf wart ein rait follenclich gemaicht, und waren uff dem Burgerhofcunder 34 erbarn personen nit und kamen herr Eberhart Stetenberger, der sprobist zu Spier, herr Sobernheim, der burgrafe von Straszburg 0 , der declianz n sant Martin und herr Johann Lynck, und fordert der Stetenberger vondes bischofs wegen glich und in die masze, wie dann unser herre der bischofden vieren erczalt und begert haitt, und lieszen under der forderunge luten,ire herre der bischof wolte willig und gehorsam sin ynen confirmacien und iu°ncfe zu geben, wie dann dry adir vier bischof sine furfaren für imen inengeben hetten, und die glich scyten mit den und andern zu gelaichten Worten.Daruf giengen die dumeherren usz, und nam sich der rait zu be-oeneken, und worden cynmudelichen eins antwurts zu raitc, uszgenominendry, und kamen die herren herwider inne. u
Und spraich her Diecze zum Flogel von des raits wegen: „Liebenlerren! Wir han unsers herren des bischofs und uwere forderonge woleverstanden, und sullent wissen, das wir aber unsere buchcre und briefeÜbersehen hant, und bitten uch, dz ir zuvor wollcnt hören die artikele inen buchern und briefen, wann dz geschiecht, so wil ich furter darzu sagen, ndas dem rait noit ist."
Also wart ynen gelesen czwen artikele in bischofs Johannes siinungsriete, wie dann ein bischof adir ein capittel einen rait seezen sullen undarnach in bischofs Matheus brief auch ein artikel, uf die meynunge, undiiueh ein artikel, wie und ee unsere herren in dem raite einen bischof ent- NP alien, waz er ine tun sulle zuvor und darnach den cit, den eyn bischofer stat tun sali. [ h ] Und nach die artikel gelesen worden, da redt furbaszerer Diecz und sprach: „Lieben herren! Nu hant ir wole gehöret, wie dieucnere und briefe mit iren artikelen gar eigentlich uszwisent, wie sieb einisenof gegen uns zuvor halten und bewisen sal, ee wir inen laszen und *ntphaen zu ciine bischof. Darczu so sweren wir alle zu got und uff deniwhgen die stat zu hanthaben by ire friheit, iren rechten, guten gewonnenennd herkomen, und enkonnen in uns anders nit fynden, nach dem wirSWeren ; dann wann unser herre der bischof uns vor getut, wz er uns tunS0| L wann dz bescheen ist, waz wir imen dann darnach durch recht tun u■O'len, daz wollen wir ymen willeclich tun und warzu er recht hait mit tunn d mit seezen, darinne wollen wir ymen ungern tragen; und bitten uch• s unser antwort gnedielich und fruntlich an unsern herren zu breiigen undKutJieh von uns off entphaen, dan wir es gut sunder alle argk meynen."
Und also schieden sie usz dem raide und giengen stfimpelingen enweg. 40
Daruf und zustiint wurden unsere herren zu raide und maichten ire
oitten mit namen hern Dieczen, herr Haman Hörn und her Conrad Gostcn-
or , daz sie zu dem capittel uf den dftme gen sullent des morgens fruwe
S| «it Martins tage zu 7 stunden daz capittel auch uf den abent gebotten wart.
) Nach Straszburg ist eine Lücke für einen weiteren Namen gelassen. 45