3 1 2 Aus Worniser Rathsbüchcrn.
7. jVod. Item uff den dornstag davor hat Hcnsel des bischofs kneeht gelt ge-
holet uf der rechnonge und wart under ander Worten einen unsern burger-meister genant Johann Rebestock sagen mit frevelichen unzemelichen Worten,wer er were, und yme smelichen reden, daz dem rade und ime besonder
5 gar swere an lag.
Item das hatte der rait und auch me gesaget, wie dasz einer genantPeter Freflszborn ein tormiter uff dem diime zu Wormsz eine ganezen rateund einer gemeynden an ire gelymphe geredt mit smelichen 8 worten, wie dzsie nit so viel erber lute hettent, die eyme bidermann mochten ader konden
10 antwort geben. Solichs und me, daz dem raite und der stat teglich beschee,
were yne nit wole zu langen tagen zu lyden, das er dz an unsern herren
den bischoff brengen wolte yne wandel darumb widerfaren möge.
$. Not. Alsse nu der Stetenberger uf samsztag ut supra in dem rate was, do
redte er usz den zwein artikele und besondere von Henselins wegen, wie
15 daz unserm herren dem bischoff leit were mit andern gelymplichen Worten.So hette er Peters sache dem capittel furgelaicht, den weren die Sachenauch swere. Und det da mit ein ernstlich bete zu besuchen, dz dem burgor-meistere wandel beschee von Hcnsel und dem raite von Petirs wegen.
Daruff wart yme geantwurt, daz unserm herren dem bischof und yme
uo zu liebe der burgermeistere wolte die sache zu yme stellen, also dz ymen einWiderspruch geschee. Doch mochte er yme uschit mit rechte zugefugen,dz wolte er tun ; dz nam der Stetenberger uff und danckt vastc, und woltedz auch also bestellen. Dann von Peters wegen wart yme gcantwort, diesache hette sich zu ferro verhandelt vur alt und nftwe rat und allen zunfl-
25 meistern und lege rieh und arme swere, ane die konden sie nit gcantwurten.
to. Nov. Und also uff den sunentag darnach kam her Eberhart Stetenberger in
dem munster under der frone messen mit Hcnsel des bischofs knecht und
det ein bedc, das die burgermeistere und rat uff daz meiste, so in dem
munster weren, sich by ein fugen woltcn. Also kamen by ein ander in dem
,io munster wole uff 8 erber manne der besten und redt Hcnsel muntlich mitzu hauff gelaichtcn henden und demütiger bete und sprach: ich bitt uchlieber herr der burgermeister, ich bekenne, daz ich wider uch gcredt unduch ertzornet habe, dz han ich in eyme zorne getan und ist mir leit, undbitten uch, dz ir mir daz verzihent, want ich unrecht daran getan hau.
.15 [48.] Uff denselben sunentag, dz ist uff sant Martins abent vur mitten-
tage schicket der bischof von Wormsz in dz munster nach den zwein burger-meistern Petir Kolben, Johann Rebestock und hern Dieczen zum Flogel undhern Hamrnan Hörn, daz sie zu yme keinen gen Nuhusen.
Also giengen sie zu ime. Da fordert und begert er an sie, nach dem
40 er contirmiret were und den rat und alle ding zu seezen zu tun und zumachen hette, wz eiinc bischof zugehoret nach inhalt bischof Matheus undbischof Johanns briefe 1 mit iren artikeln in und usz wiesen, das sie darumb
a ) Ha. semelichen.
1 4. imd 6. EacMung.