Beilage A 1. 209
auch in erlangung der ersten freyheitten voran haben lassen setzen; habensie auch nachmalen unnd zu allen zeitten wollen mit sein, haben auch des zuirem vorteil sich wole gebraucht und ye unnd ye also gehalten unnd merekenlassen des bischoffs unnd der pfaffheit parthey, mit denen sie auch sunderlichverbuntnusz unnd pflicht gemacht | haben einem rate unwissend bis auff 5 &zeit innerhalb zehen jarc, das solich gescllschafft abgethan und dem rate irbriefe eyde unnd ander übergeben sein worden; aber ir lehen vom stiffthaben sie noch etc. Als nu in demselben ersten bischoff Heinrichs vertragdie viertzig ratsman abgestellt sein unnd dem bischoff zugeteidingt zu setzenin den rate newn burger unnd dieselben sollen welen VI ritter, die funffzehen wsolten mit dem bischoff den rate besitzen, die statt regieren. 0 we! liebergot! wie ist die statt da regiert worden! Dann war unnd offennbar ist undmag beweyst werden, das die bischofe sich allwegen geflissen, wo sie personunder den hawszgenossen gehabt, sovil der gewesen, unangesehen, ob siegeschickt oder nit geschickt, sein dieselben alweg zu newner dargeben »worden ye unnd ye; das mag man beweysen so lang menschen verdenckenmögen auch bei disem bischoff. Also sein die newner hauszgenossen; sosind die ritter hawszgenossen, alle des bischoffs parthey; so ist der bischoffselbs der ratsman gewesen unnd haben der | statt regiment freyheitten gerechtig- 203.keilten unnd alle ding in iren handenn unnd gewalt gehabt; wie sie damit umb- sogangen sein, ist zuvermuten, one zweifei wes freyheiten unnd anzeig da ge-wesen, die wider den bischoff und sein newe bezwangte fürgenommen hendelgewesen, ist alles abgethan unnd besunder die freyheitten, so die burger gehabthaben iren rate zu besetzen, als die cronic auch freyheitten an vil ortenclare anzeigen; aber es ist dahien unnd anders mer etc. Nu im ersten ver- ntrag bischoff Heinrichs wirdt vermerekt der einganng unnd anfanng, wie diebischoffe sich in der statt regiment eingemischt haben, also das der bischoffsoll kiesen neun bürger, die selben neun bürger sollen kiesen VI ritter, unnddieselben zusamen gerechent sein ir funfftzehen, die sollen mit dem bischoffden rate besitzen unnd der bischoff mit den funfftzehen sollen fürther auff iren soeydt welen ein schultheissen unnd zwen richter unnd sollen kein gelt darumbnemmen, one zweifel. Zu der zeit hat es ein ander gestalt | gehabt umb die <•gerichts empter, das sunderlich hie ausz gedruckt ist, kein gelt zu nemmen etc.Item dieselben funfftzehen mit sampt dem bischoff sollen welen ausz iglicherpfarren vier person, das ungellt aufzuheben. Hie wirdt aber vermerekt, Wdas der statt ungelt gar von alter herkommen unnd die zeit auch gewesen ist.Nachfolgend in demselben vertrag wirdt vermerekt, das ein konig ein burger-meister ausz den newnen welen unnd alle jar endern mag oder lassen bleyben.Es wirt auch vermerekt, das alle zeunfft sollen absein, auszgenommen diehawszgenossen etc., das ist des bischoffs gesellschafft, die haben denselben *overtrag helffen machen unnd ir nit vergessen unnd sich ye unnd ye der bischoffparthey gehalten, dadurch dise stat auff grienen zwygk nymmer hat mögenkommen. Ungezweifelt die sach het disen weg unnd handlung nymmer meeerreicht, wo die selb gesellschafft noch in wesen und durch ein rechtspruchder keyserlichen maiestat loblicher gedechtnüs innerhalb zehen jaren nit ab- 45gothan were. Fürther so steet in demselben vertrag, | das der bischoff alle ao4.
AVormser Chroniken. 14