J182 Vit. Bearbeitung der Matrikel.
len, vornehmlich im Promotionskatalog, anders geschriebensind oder überhaupt anders lauten oder wenn der Orts-name in diesen Quellen durch Angabe des Landes näherbestimmt wird, so wurde dies in den Fußnoten bemerkt.Dabei wurden die mit der Matrikel gleichlautenden Wortegewöhnlich nur durch die Anfangsbuchstaben oder die er-sten Silben angedeutet, z. B. 1586, 55: Balthasarus Rueff,Fußnote: B. Ruoff Wessingensis; 1592, 102: Michael Wein-man Ptaffenhofensis, Fußnote: Pfaffenh. Suevus; 1612, 34:Georgius Fehr Vberlinganus, Fußnote: G. Küinmacher,dictus Fehr, Üb. Acronianus.
Ich habe mich noch über die Editionsmethodeauszusprechen, welche ich bei der Wiedergabe des Matrikel-textes, dessen Ortographie nach dem früher Gesagten (S.1128j sehr viel zu wünschen übrig läßt, befolgt habe. Indieser Beziehung hat, allerdings schon beinahe vor 50 Jah-ren, Jul. Weizsäcker (1. Band der deutschen Reichstags-akten unter König Wenzel I. Abt. 1376—1387, München1867, Vorwort) beachtenswerte Grundsätze aufgestellt, frei-lich zunächst nur für die Herausgabe mittelalterlicher Texte.Diese Grundsätze haben aber im wesentlichen Geltung fürTexte aus späteren Jahrhunderten und sie haben auch An-wendung gefunden bei der Herausgabe von Matrikeln, soz. B. bei der Herausgabe der Freiburger Matrikel. Alleinder Herausgeber dieser Matrikel, Prof. H. May er, ist dochin manchen Punkten davon abgegangen, und mit Recht.(Vorwort, XXV f.). Dazu kommt, daß es sich bei derHerausgabe einer Matrikel nicht um einen fortlaufendenText, sondern vornehmlich um Namen, nämlich Tauf- undFamiliennamen sowie Ortsnamen handelt. Hier empfiehltes sich, möglichst konservativ zu sein und der Änderungs-und Verbesserungssucht gewisse Schianken zu ziehen 1 ).
') Vgl. dazu Stieve, Grundsätze, die bei der Herausgabe vonAktenstücken zur neueren Geschichte zu befolgen sind Hist. .Jahrb.16 (1895) 708 ff. Deyrient, Nach welchen Grundsätzen soll derHistoriker bei Quellenausgaben verfahren? Korresp.-Blatt des Gesamt-vereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Nr. 8 1906