1126 I, Beschreibung der Matrikel.
Ausdruck allein im Jahre 1631 (vgl. 123. 126. 129. 130.136. 152. 156).
Die Taufnamen, welche in der Matrikel wirklichVornamen sind, da sie dem Geschlechtsnamen stets voran-gesetzt werden 1 ), sind sehr mannigfaltig und bieten weitmehr Abwechselung als die heutigen Taufnamen. Sehrhäufig sind die Namen der hl. drei Könige, sowie die Na-men der Apostel und Evangelisten. Unter diesen kommtam öftesten der Name Joannes vor, sowohl selbständig wiein Verbindung mit anderen Namen, z. B. Joan. Georgius,Joan. Christophorus, Joan. Casparus. Der Name Josepherscheint im 16. und 17. Jahrhundert noch selten, wie esscheint zum ersten Mal 1576, 80. Beliebt sind auch dieEngelnamen: Gabriel, Michael, Raphael. Das Alte Testa-ment liefert eine auffallend große Zahl von Namen. Be-sonders der Name Adam (Adamus) hat sehr viele Träger.Ebenso kommen die Namen der alttestamentlichen Patriar-chen (Enoch, Noe, Abraham, Jsaak, Jakob), Könige (Darid,Salomon) und Propheten (besonders Elias, Moses, Jeremias,Ezechiel, Daniel, Jonas, Zacharias) sehr häufig vor. Be-vorzugte Namen aus dem Alten Testament sind auch To-bias, Emanuel, Judas Machabäus. Namen, die heutzutage,wenigstens bei uns, nur noch selten oder gar nicht mehrvorkommen, sind folgende: Achatius, Achilles, Alexander,Arbogast, Bleikhard, Burkhard, Centurio, Claudius, Cleo-phas, Craffto, Desiderius, Eitel, Emeran, Erasmus, Euse-bius, Frobenius, Gerbichius, Gervinus, Hadrian, Hannibal,Hektor, Hippolyt, Hortensius, Joachim. Jodocus, JuliusCaesar, Justinian, Lazarus, Marsilius, Narzissus, Notker,Oktavian, Onophrius, Pankratius, Servilianus, Sixtus, Sta-nislaus, Sulpicius, Theodorich (Dietrich), Ursus, Vespasian,Wenzeslaus, VVolbert, Wratislaus.
Von den Heiligen des Jesuitenordens, unter dessenLeitung die Dillinger Anstalt stand, begegnet uns, sovielich sehe, zum ersten Male der hl. Franz Xaver 1660,
U Nur ganz ausnahmsweise folgt der Taufname dem Geschlechts-namen nach oder fehlt überhaupt (1580, 122).