1118 I. Beschreibung der Matrikel.
datum. Die gewöhnliche Bezeichnung im 17. Jahrhundertlautet: Anno oder Annus oder voller: Annus a partu Vir-gineo oder a partu Virginis. Das Monatsdatum fehlt an-fänglich ganz, später wird es angegeben durch Nennungdes Monats im allgemeinen oder auch des Monatstages.Die eingetragenen Namen sind nicht numeriert.
In dem früheren Teile der Matrikel, und zwar bis1613 einschl., findet sich am untersten Rande eines jedenBlattes, gewöhnlich auf der ersten, manchmal aber aufbeiden Seiten, die Zahl der inskribierten Studenten, regel-mäßig auch die Angabe, wie viele Religiöse (f. = l'ratres),Grafen (c. = comites), Freiherrn (b. = barones), einfacheAdelige (n. = nobiles) darunter sich befinden. Darauf be-ruht offenbar die schon erwähnte Zusammenstellung derStudierenden von 1550—1614 am Anfang der Matrikel.
Manche Namen haben ein NB. oder auch zwei nebensich. Der Grund ist nicht immer ersichtlich, aber häufigsind es solche, deren Träger später eine hervorragendeStellung einnahmen. Nicht selten ist von anderer Handausdrücklich die Bemerkung beigefügt worden, daß der Be-treffende später Bischof, Abt u. s. w. wurde. Die Namenderjenigen, welche dem Jesuitenorden beitraten, sind, zu-mal in der älteren Zeit, mit einem I II S versehen').Hie und da ist die Immatrikulation von Adeligen mit be-sonders großer und zierlicher Schrift vorgenommen worden.So bei zwei Grafen von Hohen zollern (1625, 180. 181),bei einem Grafen Fugger von Kirchberg und Weißen-horn (1625, 186), bei einem Landgrafen in Leuchten-berg, Grafen von Hals und Rußi (1626, 37).
Die Einzelangaben bei den inskribierten Studie-renden sind bald mehr bald minder ausführlich. Sehrkärglich sind sie im ersten Jahre (1551) ausgefallen. Wirfinden da gewöhnlich nur Vor- und Zuname, einige Maleauch den Geburtsort, von Nr. 223 an bisweilen auch dasMonatsdatum und die Klasse, welcher der Immatrikulierte
') Diese beiden Zeichen wurden in die gedruckte Matrikel nichtaufgenommen, sondern durch eine Anmerkung ersetzt.