1116 I. Beschreibung der Matrikel.
Wohin die Fortsetzung der früheren Matrikel gekommen ist,läßt sicli nicht sagen. Sie darf wohl als verloren gelten.
Die erhaltene Matrikel ist ein Papierhand in Folio-format. Die Größe des Einhanddeekels, dessen heide Teiledurch zwei metallene Schließen zusammengehalten wer-den, beträgt 32 : 22 cm, die der Matrikel selbst 30 : 21 cm.Der Lederüberzug über dem Holzdeckel weist auf der gan-zen Vorder- und Rückseite eine hübsche Pressung auf. Essind verschiedene Ornamente angebracht und dazwischenzeigen sich noch ziemlich deutlich Heiligenfiguren wie S.Petrus, S. Philippus, S. Andreas u. s. w.
Der Matrikelband enthält 396 Blätter. Die einzelnenSeiten waren ursprünglich nicht paginiert, sondern sinderst von mir mit fortlaufenden Ziffern versehen worden.Der beschriebene Teil endet bei S. 646. Die folgendenBlätter sind leer. Aber auch vorn d. h. vor dem Beginnder eigentlichen Matrikel finden sich 7 unbeschriebeneBlätter. Nach S. 38 (Jahrg. 1576) folgen dann nochmals6 leere Blätter, ohne daß jedoch eine Unterbrechung derImmatrikulationen wahrzunehmen wäre.
Auf der zweiten Seite des letzten der am Anfang be-findlichen 7 leeren Blätter ist oben eine Zusammenstellungder Schülerzahl von 1550—1614 angebracht. Daranschließtsich auf einem eingeklebten Zettel eine Notiz, woraus zuentnehmen ist, daß die Matrikel im Jahre 1604 in üblemZustande aufgefunden wurde. Sie war also einige Zeitverloren gegangen. Wann sie verloren ging, läßt sichnicht ermitteln. Es zeigt sich übrigens nirgends eine Unter-brechung der Einträge. Die fehlenden Einträge wurdenalso offenbar nachgeholt, wie in der erwähnten Notiz selbstangedeutet wird.
Gemäß der einleitenden Bemerkung auf dem erstenTextblatt (s. gedruckte Matrikel S. 1) enthält die Matrikel»die Namen der Studierenden der Schule und des Kolle-giums des hl. Hieronymus« d. h. der externen und internenStudierenden. Dann wird noch darauf hingewiesen, daßvon den internen Studierenden (Collegiales) ein eigenes