XXX Schröder, Register-Einleitung,
und ebenso können Kunstgipser darunter sein; die Matrikel unter-scheidet nicht, und darum konnte auch im Register nicht aus-geschieden werden.
Angaben über den Stand der Väter macht die Matrikel durch-aus nicht regelmässig; vgl. Specht, Matr. 1166. Die eingehendstenMitteilungen hierüber verdanken wir dem Präfekten Johann Zau-ponius, der von Februar 1604 bis Mai 1628 dem Immatrikulations-geschäft oblag. So musste auch dieses Register dürftig ausfallen.
8. Wörterbuch der Berufsbezeichnungen.
Ausser den Namen der Studentenväter gibt die Matrikel oftauch deren Stand und Beruf an. Die lateinischen Berufsbezeich-nungen sind schon zu damaliger Zeit nicht ganz feststehend undallgemein verständlich gewesen; hat doch der Matrikelschreiberselbst sich öfters veranlasst gesehen, die deutsche Bezeichnungseinem Versuch der Latinisierung beizusetzen. Längst ausser Übunggekommen, bieten sie heute noch viel mehr der Deutung Schwierig-keiten, zumal sie bei weitem nicht alle in Wörterbüchern derklassischen Latinität aufzufinden sind. Es wird darum den Be-nutzern diese kleine Zusammenstellung willkommen sein.
9. Verstreute Nachrichten geschichtlichen Inhalts.
Unter den vielen tausend Namenseinträgen der Matrikel findetsich hin und wieder eine kurze Nachricht verstreut, die Beachtungverdient, aber um so leichter verloren geht, als niemand eineMatrikel wegen mühsam zu entdeckender Einzelnachrichten durch-arbeitet. Um solche vor dem Untergang zu retten, ist dieses letztekleine Verzeichnis angelegt, das nach sachlichen Einteilungen zu-sammengestellt ist. Das, was unter dem Titel „Zur Geschichteder Anstalt" dort vereinigt ist, hat zum wichtigeren Teil bereitsSpecht in seiner Geschichte der Universität Dillingen und in denseiner Matrikel beigegebenen Ausführungen („ZusammenfassendeDarstellung", S. 1115 ff.) herangezogen und verwertet.