Druckschrift 
Reg (1914) Registerband
Entstehung
Seite
XX
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XX Schröder, Register-Einleitung.

textes, die sich dabei ergaben, finden sich in ihrer alphabetischenFolge über die Register hin verteilt; sie sind durch Anführungs-zeichen kenntlich gemacht (vgl. z. B. im I. Register:Alfinger").Diese Art, die Berichtigungen unterzubringen, schien sich besserzu empfehlen als die sonst übliche Zusammenstellung in der Reihen-folge der Druckseiten und ihrer Zeilen; da nämlich bei Benutzungvon Matrikeln die Register ohnehin stets zu Rate gezogen werden,so erfüllen die hier an ihrer Stelle eingereihten Berichtigungenihren Zweck sicherer als gesondert zusammengestellte.

Welche Unmasse von kritischen Überlegungen und Fest-stellungen mit solchen Arbeiten verbunden ist, sieht man demglatt fortlaufenden Druck nicht an. Doch in ihnen liegt ja dieHauptwürze der trockenen Arbeit. Zu beklagen bleibt nur, dass allerMühe zum Trotz gewiss nicht selten daneben gegriffen worden ist.

B. Leitformen und Spielformen.

Um das Zusammengehörige zueinander zu bringen, musstenin den Registern I und II die Spielformen, in denen ein und der-selbe Name bei mehr als einmaligem Vorkommen aufzutreten pflegt,unter einer Leitform vereinigt werden.

Die Spielformen sind sehr mannigfaltig. Ausser der Will-kürlichkeit der Schreibweise haben an ihrem Entstehen noch eineReihe anderer Ursachen Anteil: Hörfehler (z. B. Bellensis stattZellensis), Lesefehler (z. B. Seurerkingensis statt Emerkingensis),Schreibfehler (z. B. Urspach statt Ursberg), mundartliche Aus-sprache (z. B. Maisterhausen statt Münster-), Sprech- und Schreib-gepflogenheiten von immatrikulierenden Ausländern (niederländi-sche Professoren schreiben Voeterknecht statt Futter-, Zipplingen,wenn sie Sipplingen meinen), endlich die leidige Sitte der Latini-sierung (prächtiges Beispiel: aus Rauch wird Duraeus!). Aufsolche Weise hat es z. B. der Ortsname Rain mit seinen 4 Buch-staben zu 16 Spielformen gebracht in der Matrikel, darunter soverdorbenen wie Rammensis, Keniensis! Für den PersonennamenLuiprand, der mit 15 Trägern vertreten ist, finden sich 14 ver-schiedene Formen.

Bei den Ortsnamen ist die von selbst gegebene Leitform diejetzige amtliche Form, die überall angewendet worden ist, nurdass die Namen durchgehends auf eine der heutigen Rechtschreibung