XII Sohröder, Register-Einleitung.
sonennamen dieses Zeitraums Misstrauen entgegenbringen müssen,und begreiflich ist es auch, dass gerade dieser Abschnitt einenstattlichen Beitrag zu den „unermittelten Orten" geliefert hat,nicht weniger als den 11. Teil, während der Abschnitt selbst imMa.trikeldruck nur den 50. Teil der Gesamtseitenzahl ausmacht.
Sehr flüchtig und schlecht geschrieben sind die Einträge, dievon P. Petrus Lovaniensis herrühren; sie reichen von 1578,148 bis 1582, 100. Ich kann nicht dafür einstehen, dass alleNamen dieses Abschnittes im Register richtig wiedergegeben sind.Im übrigen bereitet die Matrikel, wenn auch mit oft flüchtigerund bis 1599 mit häufig wechselnder Hand geschrieben, der Lesungnur selten unüberwindliche Schwierigkeiten.
Von einiger Bedeutung für die Schicksale der vorliegendenMatrikelhandschrift ist der von Specht, Matrikel 1116 erwähnteeingeklebte Zettel, der zugleich eine Reihe von Fragestellungenanregt. Er ist von Johann Zauponius geschrieben, wie dieSchriftzüge erweisen, von jenem Präfekten, der von 1604 bis 1628die Matrikel führte und auf sie mehr Fleiss und Genauigkeit ver-wendete als irgend einer seiner Kollegen; Zauponius hat dann1631 noch seiner Mitteilung einen Nachtrag beigefügt. Die Mit-teilung samt Nachtrag [in Klammern] lautet:
Haec matricula inventa est anno 1604 lacerata, sine vestituet tegmine, male auspicata, sine patria et schola (d. h. ohne An-gaben über den Heimatsort und den vorgängigen Studienort derStudenten), male etiam continuata, digna tarnen, quae tota descri-batur cum pulchro frontispicio et tegmine, quae cum honore ostendipossit; et in vetere describendis studiosis pergatur, quorum posteanomina singulis anni partibus pulchriori manu ex vetere in novammatriculam transferantur cum patria, aetate, nomine parentum,officii, et schola. Ex his enim studiosis incredibiliter desideratafuerunt ista, quando facti sunt principes Augustae, Elvaci, Aistadii,Constantiae, Bruntruti 1 ), Frisingae etc. [Basiliensis, Elvacensis, etquidem omnes octo principes, qui hoc anno praesunt 1631, Dilingaestuduerunt.]
Zauponius will sagen, dass die Matrikel 1604, d. i. beiseinem Amtsantritt, von ihm in dem geschilderten Zustand vor-gefunden, nicht aber, dass sie damals neu aufgefunden wordensei; sie müsste ja sonst um 1604 Spuren von Nachholung zeigen,
*) Die Fürstbischöfe von Basel residierten in Pruntrut.