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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
472
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raubten ihn aller Besonnenheit, zerrissen sein Inneresganz und bis zum Vergehen. Er raste, er tanzte, eclitt, ec schwang sich blind wütend herum im Rauschseiner Nerven, — und beiderseits auf den Tribünen, derStraße, den Dächern überstieg der Jubel sich selbst, alsdas Volk ihn erkannte...

So zog Jmma Spoelmann ins Alte Schloß, unddas Summen und Dröhnen der Glocken vermischte sichmit den Hochrufen des Volks und mit Percevals tollemGebell. Über den Albrechtsplatz ging es im Schritt unddurch das Albrechtstor; im Schloßhof schwenkte das be-rittene Korps der Innungen ab und nahm Parade-Auf-stellung, und im Säulenumgang, vor dem verwittertenPortal, empfing Großherzog Albrecht, als Husarenoberst,mit seinem Bruder und den übrigen Prinzen die Braut,bot ihr den Arm und führte sie die grausteinerne Treppehinauf in die Repräsentationsräume, an deren TürenGalawachen standen und in denen die Hofstaaten ver-sammelt waren. Die Prinzessinnen des Hauses weiltenim Rittersaal, und dort war es, wo Herr von Knobels-dorff, im Kreise der großherzoglichen Familie, die standes-amtliche Eheschließung vollzog. Nie, hörte man später,hätten seine Augenfältchen lebhafter gespielt, als währender Klaus Heinrich und Jmma Spoelmann von Staateswegen zusammentat. Doch dies geschehen, gab Albrechtll.den Befehl zum Beginn der kirchlichen Feier.

Herr von Bühl zu Bühl hatte das Seine getan, umeinen eindrucksvollen Zug zusammenzustellen, — denBrautzug, in welchem man sich über die Treppe Heinrichsdes Üppigen und durch einen gedeckten Gang in die Hof-