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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
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kirche begab. Gebückt nachgerade von der Last der Jahre,aber in braunem Toupee und jugendlich schwänzelnd, schritter, mit Orden bedeckt bis zu den Lenden und seinen hohenStab vor sich hinsetzend, den Kammerherren voran, die,den Federhut unterm Arm und den Schlüssel an der Hin-teren Taillennaht, in seidenen Strümpfen daherzogen. Esnahte das junge Paar: in weißem Schimmer die fremd-artige Braut und in Leibgrenadier-Uniform, das zitronen-farbene Band schräg über Brust und Rücken, KlausHeinrich, der Thronfolger. Vier Fräulein aus dem Land-adel trugen mit verdutzten Mienen Jmma SpoelmannsSchleppe, begleitet von Gräfin Löwenjoul, die mißtrauischseitwärts äugte; und die Herren von Schulenburg-Tressenund von Braunbart-Schellendorf schritten hinter demBräutigam. Oberhofjägermeistec von Stieglitz und diehinkende Schauspiel-Exzellenz traten hierauf dem jungenMonarchen voran, der still an der Oberlippe sog, seineTante Katharina zur Seite und gefolgt vom Hausministervon Knobelsdorfs, von den Adjutanten, dem fürstlichenPaare zu Ried-Hohenried und den übrigen Mitgliederndes Hauses. Zum Schluß kamen wieder Kämmerer.

In der Hofkirche, die mit Pflanzen und Draperienallsgestattet war, hatten die geladenen Gäste den Zug er-wartet. Es waren Diplomaten mit ihren Damen, Hof-und Landadel, das Offizierskorps der Residenz, die Mi-nister, unter denen man die leuchtende Miene des Herrnvon Krippenreuther gewahrte, die Ritter des GroßenOrdens vom Grimmburger Greifen, die Präsidenten desLandtags, allerlei Würdenträger. Und da das Ober-hofmarschallamt Einladungen in alle Gesellschaftsklassen

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