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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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konnte man ihn vom Kurgarten aus eine Stunde daraufmusizieren hören.

Aus Liebe und ganz ohne geschäftliche Rücksichten,erzählte der „Eilbote", hatte er sich vermählt, — miteinem armen und schönen Mädchen, halb deutsch, halbangelsächsisch ihrer Abkunft nach. Sie war gestorben;aber sie hatte ihm eine Tochter zurückgelaffen, dies merk-würdige Blutgemisch von einem Mädchen, das wir nunebenfalls in unseren Maliern zu Gast hatten und daszur Zeit neunzehn Jahre alt war. Sie hieß Jmma, —ein kerndeutscher Name, wie der „Eilbote" hinzufügte,nichts weiter, als eine ältere Form von „Emma": undleicht war denn auch zu bemerken, daß, wenn auch eng-lische Brocken mit unterliefen, die tägliche Umgangsspracheim Hause Spoelmann das Deutsche geblieben war. Wieinnig übrigens Vater und Tochter einander zu liebenschienen! Jeden Morgen, wenn man sich rechtzeitig inden Quellengarten begab, konnte man beobachten, wieFräulein Spoelmann, die ein wenig später als ihr Vaterim Füllhause einzutreffen pflegte, seinen Kopf zwischenbeide Hände nahm und, während er sie zärtlich auf denRücken klopfte, ihn zum Morgengruß arif Mund lindWangen küßte. Dann gingen sie Arm in Arm durch dieWandelhalle und sogen an ihren Glasröhren ...

So plauderte das wohlunterrichtete Blatt und nährtedie öffentliche Neugier. Es berichtete auch genau überdie Besuche, die Miß Jmma mit ihrer Gesellschafterinliebenswürdigerweise mehreren städtischen Wohltätigkeits-anstalten abstattete. Gestern hatte sie die Volksküche ein-gehend besichtigt. Sie hatte heute einen aufmerksamen

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