Rundgang durch das Greisinnenspital zum HeiligenGeist gemacht. Und nebenbei hatte sie zweimal demzahlentheoretischen Kollegium des Geheimrats Kling-hammer in der Universität beigewohnt, — hatte alsStudent unter Studenten auf der Holzbank gesessen undmit ihrem Füllfederhalter eifrig nachgeschrieben, denn be-kanntlich war sie ein gelehrtes Mädchen und oblag demStudium der Algebra. Ja, das war fesselnd zu lesenund ergab reichen Gesprächsstoff. Wer aber ganz ohneZutun des „Eilboten" von sich reden machte, das warerstens der Hund, jener edle, schwarzweiße Collie-Hund,den Spoelmanns mitgebracht hatten, und zweitens aufandere Art, die Gesellschaftsdame, Gräfin Löwenjoul.
Den Hund angehend, der Perceval hieß (was englischauszusprechen war) und meistens Percy gerufen wurde,so war dieses Tier von einer Erregbarkeit, einer Leiden-schaft des Wesens, die jeder Beschreibung spottete. Inner-halb des Hotels gab er keinen Grund zu Klagen, sondernlag in vornehmen Posen auf einem kleinen Teppich vorden Spoelmannschen Gemächern. Aber bei jedem Aus-gang unterlag er Anfällen von Kopflosigkeit, die allge-meines Aufsehen und Befremden, ja, mehr als einmalwirkliche Verkehrsstörungen hervorriefen. In weitem Ab-stande gefolgt von einem Schwarm einheimischer Hunde,gemeiner Köter, die, durch sein Benehmen in Aufruhrversetzt, mit schimpfendem Gekläff hinter ihm drein preschtenund um die er sich übrigens nicht im geringsten kümmerte,siog er, die Nase mit Schaum bespritzt und mit wildklagendem Gebell durch die Straßen, führte wütendeKreiseltänze vor den Tramwagen auf, brachte Droschken-