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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
213
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freue sich, zu hören, daß das Werk der Landwirtschafts-ausstellung unter seinem Protektorate so wohl gediehensei. (Er hatte eigentlich vergessen, daß er das Protektoratüber die Ausstellung führte.) Er sei gekommen, um heutedas Letzte für das große Werk zu tun, indem er die Aus-stellung eröffnete. Dann erkundigte er sich nach vierDingen: nach den wirtschaftlichen Verhältnissen der Stadt,der Zunahme der Bevölkerung in den letzten Jahren, nachdem Arbeitsmarkt (obgleich er nicht ganz genau wußte,was eigentlich der Arbeitsmarkt sei) und nach den Lebens-mittelpreisen. Hörte er, daß die Lebensmittel teuer seien,so nahm er diese Mitteilung „ernst" entgegen, und dasmußte selbstverständlich alles sein. Niemand erwartetemehr von ihm, und allgemein wirkte es tröstlich, daß erdie Mitteilung von den hohen Preisen sehr ernst entgegen-genommen habe.

Dann stellte der Bürgermeister ihm die städtischenWürdenträger vor: den Oberamtsrichter, einen adeligenGutsbesitzer aus der Nähe, den Pastor, die beide» Arzte,einen Expeditor, und Klaus Heinrich richtete an jedeneine Frage, indem er sich während der Antwort überlegte,was er zu dem Nächsten sagen sollte. Es waren außer-dem noch der Landestierarzt und der Landesinspektor fürTierzucht zugegen. Endlich bestieg man Fuhrwerke, umunter den Zurufen der Einwohner zwischen einem Spaliervon Schulkindern, Feuerwehrleuten und Fahnenvereinendurch die geschmückte Stadt zur Festwiese zu fahren, —nicht ohne am Tore noch einmal von weißgekleidetenJungfrauen mit Kränzen auf den Köpfen angehalten zuwerden, von denen eine, die Tochter des Bürgermeisters,

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