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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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dem Prinzen einen Blumenstrauß mit weißer Atlasman-schette in den Wagen reichte und zur immerwährendenErinnerung an diesen Augenblick eine jener hübschen undpreiswerten Preziosen eingehändigt erhielt, die KlausHeinrich auf seinen Reisen mit sich führte, eine, sie wußteselbst nicht warum, in Sammet gebettete Busennadel, dieman im „Eilboten" als goldenes, mit Edelsteinen besetztesGeschmeide wiederfand.

Zelte, Pavillons und Baracken waren auf der Wieseerrichtet. An langen Reihen von Stangen, die unterein-ander mit Girlanden verbunden waren, flatterten bunteWimpel. Auf einer hölzernen, mit Fahnentüchern be- !hangenen Tribüne, zwischen Draperieen, Festons undzweifarbigen Flaggenstangen, verlas Klaus Heinrich die ikurze Eröffnungsrede. Und dann begann der Rundgang. .

Da war an niedrige Omerbäume das Hornvieh ge-fesselt, Reinzucht, Prachtexemplare mit glatten, gewölbten,scheckigen Leibern, numerierte Schilder an den breitenStirnen. Da stampften und schnoben die Pferde, schwereAckergäule mit gebogenen Schnauzen und Haarbüschelnoberhalb der Hufen, sowie feine, unruhige Reittiere. Dawaren die nackten, kurzbeinigen Schweine und zwar so-wohl Land- als Edelschweine in großer Auswahl. Sieließen ihre Bäuche hängen und wühlten grunzend mitihren rosigen Rüsseln im Boden, während das Geblökder wolligen Schafe, ein verworrener Chor von Baß-und Kinderstimmen, die Luft erfüllte. Da war die lärm-volle Geflügelausstellung, beschickt mit allen Arten vonHühnern, vom großen Brahmaputra bis zum Goldlack-Zwerghühnchen, mit Enten und allerlei Taube», mit