„Ich darf nicht daran denken. Glaube mir, daß ichgern daran dächte. Aber man würde mir's verwehren.Woran ich denke, ist nicht einmal Regentschaft, sondernnur Stellvertretung — vielleicht erinnerst du dich ausirgendeinem Kolleg dieser staatsrechtlichen Unterscheidun-gen — eine dauernde und amtlich festgelegte Stellver-tretung in allen repräsentativen Funktionen, begründetdurch die Schonungsbedürftigkeit meiner Gesundheit.Wie ist deine Meinung?"
„Ich stehe dir zu Befehl, Albrecht. Aber ich sehe nochnicht ganz klar. Wie weit soll die Stellvertretung gehen?"
„O, möglichst weit. Ich möchte, daß sie sich auf alleGelegenheiten erstreckte, bei denen ein persönliches Auf-treten in der Öffentlichkeit von mir gefordert wird. Kno-belsdorff verlangt, daß ich die Eröffnung und den Schlußdes Landtags nur, wenn ich bettlägrig bin, nur von Fallzu Fall an dich abtrete. Stellen wir das also dahin.Aber im übrigen würde dir meine Vertretung bei allenfeierlichen Handlungen znfallen, die Reisen, die Besucheder Städte, die Eröffnung von öffentlichen Festlichkeiten,die Eröffnung des Bürgerballes . . ."
„Auch die?"
„Warum nicht auch die. Wir haben hier ferner diewöchentlichen Freiaudienzen, — eine sinnige Sitte ohneZweifel, aber sie bringt mich um. Du würdest dieAudienzen an meiner Stelle abhalten. Ich zähle nichtweiter auf. Du nimmst meinen Vorschlag an?"
„Ich stehe dir zu Befehl."
„Dann hör' mich zu Ende. Für alle Fälle, in denendu an meiner Stelle repräsentierst, teile ich dir meine