-„Danke. Nein. Es geht mir schlecht, und meine Ge-sundheit zeigt sich den Anforderungen, die man an michstellt, immer weniger gewachsen. Wenn ich sage.An-forderungen', so meine ich in erster Linie die Pflichtenfestlicher und repräsentativer Natur, die mit meinerStellung verbunden sind, — und hier ist der Berührungs-punkt mit der Unterhaltung, die wir vorhin bei Ditlindeführten. Die Ausübung dieser Pflichten mag beglücken,wo ein Kontakt mit dem Volke, eine Verwandtschaft, einGleichschlag der Herzen vorhanden ist. Mir ist sie eineQual, und die Falschheit meiner Rolle ermüdet mich ineinem Grade, daß ich darauf bedacht sein muß, Gegen-maßregeln zu treffe». Ich bin hierin — soweit dasKörperliche in Frage kommt — im Einverständnis mitmeinen Ärzten, die mein Vorhaben durchaus unter-stützen ... Höre mich also an. Ich bin unverheiratet, ichhege, wie ich dich versichern kann, nicht die Absicht, jemalseine Ehe einzugehen, ich werde keine Kinder haben. Du bistThronfolger aus angeborenem Recht des Agnaten, du bistes noch mehr im Bewußtsein des Volkes, das dich liebt..."
„Ach, Albrecht, du sprichst immer von meiner Be-liebtheit . . . Ich glaube gar nicht daran. Von weitemvielleicht... So ist es bei uns. Wir sind immer nur vonweitem beliebt."
„Du bist zu bescheiden. Höre weiter. Du hattest schonbisher zuweilen die Güte, mir diese und jene meiner re-präsentativen Pflichten abzunehmen. Ich möchte, daß dusie mir alle abnähmest, ganz, auf immer."
„Du denkst an Abdikation, Albrecht?.'" fragte KlausHeinrich erschrocken. . .