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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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und dennoch zudringlichen Wesen, mit dem die Leutedraußen auf Klaus Heinrich blickten. Während der erstenTage nach Zusammentritt des Konviktes verhielt er sichschweigsam, beschränkte sich auf Beobachtung. Dannaber näherte er sich dem Prinzen mit einem lächelndenund lallten Freimut, einer frischen, väterlichen Kamerad-schaftlichkeit, wie Klaus Heinrich sie niemals gekannthatte. Sie verstörte ihn anfangs, er blickte erschreckt indes Doktors grünliches Gesicht. Aber diese Verwirrungwirkte auf jenen nicht zurück, schüchterte ihn keineswegsein; sie bestärkte ihn in seiner herzlich schwadronierendenUnbefangenheit, lind nicht lange, so war Klaus Heinricherwärmt und gewonnen. Denn in Doktor Überbeins Artlag nichts Gemeines, nichts Niederreißendes, nicht ein-mal etwas Absichtliches lind Erzieherisches. Es lag darindie Überlegenheit eines Mannes, der sich den Wind hatteum die Nase wehen lassen, und zugleich eine zarte undfreie Huldigung für Klaus Heinrichs anderes Sein undWesen; Liebe lind Anerkennung lag darin, nebst demfröhlichen Antrag eines Bündnisses zwischen ihren beidenWesensarten. Er nannte ihn ein paarmal „Hoheit",dann einfach „Prinz", dann ganz einfach „Klaus Hein-rich". Und dabei blieb es.

Sie hielten die Tete, der Doktor auf seinem breitenSchecken links von Klaus Heinrich auf seinem gut-gesinnten Fuchs, wenn die „Fasanen" spazieren ritten,— trabteil im Schnee oder Blätterfall, durch Frühjahrs-schmelze oder Sommersbrüten den Waldsaum entlang,über Land, durch die Dörfer, und Doktor Überbein er-zählte voll seinem Leben. Raoul Überbein, wie das klang,