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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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rechte Hand war ziemlich breit, er hatte Backenknochenwie alles Volk, und geradezu stämmig kam er sich voran Dagoberts Seite. Wohl möglich, daß Albrecht esbesser verstanden hätte, mit den Fasanen „Schweinerei"zu sagen. Er seinerseits war kein Aristokrat, war keiner,deutliche Tatsachen sprachen dagegen. Wie war es mitseinem Namen? Klaus Heinrich, so hießen die Schuster-söhne im Land, und Herrn Stavenüters Kinder dortdrüben, die die Finger zum Schneuzen gebrauchten, wur-den wie er, wie seine Eltern, sein Bruder genannt. Aberdie Adligen hießen Bogumil und Dagobert. . . KlausHeinrich stand einzeln und allein unter den Fünfen.

Er schloß dennoch eine Freundschaft auf Schloß „Fa-sanerie", und es war die mit Doktor Überbein, demHilfslehrer. Raoul Überbein war kein schöner Mann.Er hatte einen roten Bart und eine grünlich-weiße Ge-sichtsfarbe zu wasserblauen Augen, spärliches rotes Haarund überaus häßliche, abstehende und nach oben spitz zu-laufende Ohren. Aber seine Hände waren klein und zart.Er benutzte ausschließlich weiße Kravatten, was seinerErscheinung etwas Festliches verlieh, obgleich seine Gar-derobe dürftig war. Er trug im Freien einen Loden-mantel und beim Reiten — denn Doktor Überbein ritt,und zwar vortrefflich — einen strapazierten Gehrock,dessen Schöße er mit Sicherheitsnadeln umlegte, enge,geknöpfte Hosen und einen hohen Hut.

Worin bestand der Zauber, den er auf Klaus Hein-rich allsübte? Dieser Zauber war mehrfach zusammen-gesetzt. Man lebte noch nicht lange miteinander, als unterden „Fasanen" das Gerücht in Umlauf kam, der Hilfs-

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