haben, und rühren keinen Finger da draußen. Aber erdarf sich nicht umdrehen, das darf er beileibe nicht, weiler dem Herrn Großherzog seinen Rücken nicht zeigen darf,das wäre ein großer Verstoß und eine Beleidigung fürden hohen Herrn. Und sticht denn hinter sich mit derHand nach dem Türgriff und findet ihn nicht und kriegtdas Zappeln und springt an der Tür herum und hat erschließlich durch Gottes Erbarmen den Griff, so iS es 'nealtmod'sche Klinke, und er versteht sich nich drauf undfingert und renkt sich den Arm aus und rackert sich abund verneigt sich zwischendurch aus Verzweiflung, bis dergnädigste Herr ihn womöglich zuletzt mit eigener Handhinauslassen muß. Ja, das ist das mit dem Türöffnen!Aber das ist noch garnichtS, und nun will ich den jungenHerrschaften..."
Sie hatten im Sprechen und Lauschen des Wegeskaum acht gehabt, hatten Treppen zurückgelegt und be-fanden sich im Erdgeschoß, unweit des Albrechtstores.Eiermann, ein Kammerlakai der Großherzogin, kam ihnenentgegen. Er trug einen violetten Frack und Backen-bartstreifen. Er war ausgesandt, Ihre großherzoglichenHoheiten zu suchen. Er schüttelte schon von weitem inlebhaftem Bedauern den Kopf und machte einen trichter-förmigen Mund dazu. Aber als er den Schuster Hinnerkegewahrte, der mit den Kindern ging und seinen Regen-schirm vor sich herstieß, versagten alle Muskeln seines Ge-sichtes, und es ward schlaff und dumm.
Es blieb kaum Zeit zu Dank und Abschied, so raschwußte Eiermann den Meister von den Kindern zu trennenund zu entfernen. Und unter schlimmen Ankündigungen
LZ