geleitete er Ihre großherzoglichen Hoheiten in deren Zim-mer hinauf, zu Madame aus der Schweiz.
Man blickte zu Gott empor und schlug die Hände zu-sammen bezüglich ihres Ausbleibens und des Zustandesihrer Kleider. Das Schlimmste geschah: Man „sah sietraurig an". Aber Klaus Heinrich brachte nur das Not-dürftigste an Zerknirschung zustande. Er dachte: DieLakaien... „Du Reiner, du Feiner," lächelten sie, dennsie nahmen Geld und ließen die Lieferanten auf den Korri-doren irren, wenn sie keines bekamen, hielten die Warenzurück, damit den Lieferanten die Schuld träfe, und öff-neten nicht die Flügeltür, so daß der Audienzhabendezappeln mußte. Das war im Schloß, und wie mochte esdraußen sein? Draußen unter den Leuten, die so frommund fremd auf ihn schallten, wenn er grüßend vorüber-fuhr ? ... Aber wie unterfing sich der Mann, es ihm zusagen? Nicht ein einziges Mal hatte er ihn Großherzog-liche Hoheit genannt, hatte ihm Gewalt angetan und seineReinheit und Feinheit gröblich verletzt. Und warum wares gleichwohl so seltsam süß, das von den Lakaien zu hören?Warum schlug sein Herz mit solcher entsetzten Freude, daetwas von den wilden und frechen Dingen es berührte,deren seine Hoheit nicht teilhafc war?
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