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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
92
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und ihm die Aufträge entzogen werden. Das tun sieohne Skrupeln, und es ist ganz bekannt in der Stadt..."

„Ja, das ist arg!" sagte Klaus Heinrich. Er lauschte,lauschte. Er wußte noch kaum, wie sehr erschüttert erwar. „Sie tun wohl noch mehr?" sagte er. . . „Ichglaube bestimmt, daß sie noch mehr tun in dieser Art."

„Und ob!" sagte der Mann und lachte. „Nein, dielassen es nicht fehlen, will ich den jungen Herrschaftensagen, die betätigen sich in mancher Hinsicht. Da ist zumBeispiel der Spaß mit dem Türenöffnen . . . Dasmachen sie so. Jemand wird zur Audienz zugelassen beimHerrn Papa, unseren gnädigsten Großherzog, lind nehmenSie an, daß er ein Neuling ist und noch nie bei Hofewar. Und kommt denn im Frack und hat Frost undHitze, denn es ist ja natürlich keine Kleinigkeit, zumerstenmal vor der königlichen Hoheit zu stehen. Und dieLakaien lächeln über ihn, weil sie hier zu Hause sind, undbugsieren ihn ins Vorzimmer, und er weiß nicht, wieihm geschieht, und vergißt denn auch richtig, den LakaienTrinkgeld zu geben. Aber dann kommt sein Augenblick,und der Herr Adjutant sagt seinen Namen, und die La-kaien machen die Flügeltür auf und lassen ihn in dasZimmer hinein, wo der Herr Großherzog warten. Dasteht denn der Neuling und macht Reverenz und sagtseine Antworten, und der Herr Großherzog in seiner Gütegibt ihm die Hand, lind nu is er entlassen und geht rück-wärts und denkt, die Flügeltür soll hinter ihm aufgehen,wie mail es ihm bestimmt versprochen hat. Aber sie gehtnicht auf, sag' ich den jungen Herrschaften, denn die La-kaien sind giftig auf ihn, weil sie kein Trinkgeld bekommen