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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
89
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Leuten. Da kommt man und liefert mit allem Respektseine Arbeit ein . . . Ja, Gott soll mich bewahren!" riefer plötzlich und schlug sich mit seinem Hut vor die Stirn.„Ich Hab' mich den Herrschaften wohl noch nicht malpräsentiert und bekanntgegeben? — Hinnerke!" sagte er.„Schuhmachermeister Hinnerke, Hoflieferant, gedient undausgezeichnet." Und er wies mit dem Zeigefinger seinergroßen, rauhen und gelblich gefleckten Hand auf die Me-daille an seiner Brust. „Die Sache ist so, daß König-liche Hoheit der Herr Papa die Gnade gehabt hat, einPaar Stiefel bei mir zu bestellen, Schaftstiefel, Reit-stiefel, mit Sporenkäppchen und in Lackleder von primaQualität. Die mach' ich denn, ich Hab' sie ganz alleingemacht mit aller Akkuratesse, und heut' sind sie fertigund blitzten nur so. Sollst selbst gehen, sag' ich zu mir...ich Hab' einen Jungen, der austrägt, aber ich sage zu mir:Sollst selbst gehen, es ist für den Herrn Großherzog.Und zieh' mich denn an und nehm' meine Stiefel undgehe aufs Schloß. .Schön? sagen gleich unten die La-kaien lind wollen sie mir abnehmen. .Nein? sag' ich,denn ich trau' ihnen nicht. Ich Hab' meine Aufträge lindmeinen Hoftitel für mein Renommee, will ich den Herr-schaften sagen, lind nicht, weil ich die Kammerlakaieilbezahle. Aber die Bursche sind verwöhnt mit Trinkgeldernvon den Lieferanten lind wollen bloß was von mir fürdie Besorgung. .Neiip, sag' ich, denn ich bin nicht fürDurchstecherei und schleichendes Wesen, .ich will sie per-sönlich einliefern, lind wenn ich sie nicht dem HerrnGroßherzog selber geben kann, so will ich sie Herrn Kam-merdiener Prahl gcbeiv. Sie giften sich, aber sie sageil: