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Stift Lorch : Quellen zur Geschichte einer Pfarrkirche
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II.

Gravamina illius beneficii. 1 )

Item custos ecclesie dat pro celebrantibus ad ecclesiam par-rochialem vinum et hostias et si qui forent advene celebrantes existis ipse habet sublevare offertoria etc. »

Item in quatuor festivitatibus principalibus dat edituo in quo-libet festo 1 denarium.

Item in camisprivio bey Y 2 aymer wins, me 4 ymi schonsmelbs zu den kiechlin, 2 ) me 60 ayer in die kiechlin, me 10 Sschmaltz schwinis und milchschmaltz, me bey 24 schüszlen mit sultz, 10me ain kalb in die sultz et alias zu dem brattes. Me 8 kelberfüsz,me 2 symmeri rückis melb zu dem brott. Id est du müst hon by20 layb. 8 sol. um würtz etc.

Item parasceue datur prandium in domo custodis aliis plebaniset primissario in Büron atque cantoribus et sie in reconpensam alü 1 &plebani eodem die nil pereipiunt de oblationibus.

Item uff den erütztag l /s aymer wins, me 200 ayer, me 4 maszrower fisch uf 7 tisch. Me 2 symmeri melbs zu rückem brott, hocest 24 laib, me ain griens krut, me bachas id est strüblin, pau-peribus ScolariInis cuilibet unum ovum et panem congruentem.

In festo pasche. Item zu dem gesegnet pro Lorch et Beurenet Wickmars, Kürneck etc. müst du haben 600 ayer, me zu denfladen 400 ayer, me 2 symmeri melbs zu den fladeu, me 24 U dirrsflaisch, me zu dem brattes 1 kalb, me 2 kützin, me 9 kesz in dietiaden, me 7 kesz zum gesegnet gen Büren, me 9 kesz in das ge- 2&segnet zu Lorch, id est per totam villam.

20

') Vgl. Bück, Die Gastungen im Pfarrhof zu, Ehingen a. D., Wilrtt.Vierteljahrsh. f. Landesgesch. 10, 1887, S. 194 ff.

2 ) 1). h. FassnachtMchlein. Vgl. dazu H. Fischer, Schicäb. WörterbuchBd. 2, Sp. 975 unter diesem Wort. Im Boten Buch der Stadt Scheer (Hschr.im Stadtarchiv Scheer) findet sich folgender Eintrag aus dem 17. Jahrh.:

Das fasznaclitküechlin betreffend ist dieses naebkomeuden zuem berichthiebero gesetzt, dasz ein pfarrer jährlichen schuldig- iedtivederem burger alseiner ehe gleich auch den anderen gaistlichen an der herren fasznacht nachvohlendem gottdieust ein eingeschnittene suppen sanibt einem stuck flaiscb ziicgehen in ihre bäuser, an gemeltem tag nach mittag der burgerschaft aufs ratbausund stattdeffernbaus wider suppen und fiaisch, hierzue iedem ein weisz stuckhrot und küechlin gnug darzue, den truuk aber die burgerschaft selbsten be-zahlen müessen. Auf den abend ein gesambter ersamer rath in pfarrhof gangenumb 5 uhr, allda eine mablzeut ihnen von herrn pfarrer gegeben worden. Anbemeltem tag ist gn. berrschaft sambt ihren beambten auch dienern, so den trankgehabt, am nachmittag das fasznaclitküechlin in bemeltem pfarrhof gegeben worden-