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6,2 (1929) Dicotyledones : (V. Teil), Sympetalae (Schluss der Compositae)
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kahl oder zerstreut behaart. Köpfe 12 bis 17 mm breit, gewöhnlich sehr zahlreich in einem meistreich zusammengesetzten Ebenstrauss. Hülle fast halbkugelig; Hüllblätter behaart (Fig. 290d),grün, schmal, dunkel häutig berandet; die äusseren ungefähr so lang wie das sich öffnendeKöpfchen. Spreublätter lanzettlich, an der Spitze meist zottig. Scheibenblüten schmutzig«weiss; Zungenblüten 8 bis 13, breit=eiförmig, 4 bis 6,5 mm lang. Früchte 1,5 mm lang,stark zusammengedrückt, hellgrau. VII bis IX.

In Streuwiesen, Flachmooren, im Röhricht und in Auengebüschen an Flüssen, Teichen,Seen, an Wiesen», Wald 3 und Entwässerungsgräben, Acker» und Waldrändern; vom Tiefland bisin die grösseren Gebirgstäler (in Oberbayern nur ganz vereinzelt bis zum Alpenrand, in Tirol bis

ins Zillertal ca. 600 m [in Süd»tirol wahrscheinlich ganz feh=lend], im Engadin bis Samaden1728m,imWallis bis ca. 1400m,angeblich auch auf dem Gr. St.Bernhard [wohl nur kultiviertund verwildert], im Jura bis1000 m) ziemlich verbreitetund in vielen Gegenden, be=sonders im Tiefland häufig,doch auch auf weite Strecken feh»lend oder nur vereinzelt als Kul=turrelikt oder Gartenflüchtling.

Allgemeine V e r»breitung: Im grössten TeilEuropas von den nördlichenBalkanländern,von Oberitalienund Nordspanien bis zu denShetlandsinseln, bis zudenFär»öern, Skandinavien (beständigetwa bis zum Polarkreis, ver»schleppt auch weiter nördlich,z. B. auf den Lofoten, beiTrom», auf Vardö bei Kiruna), Finnland (bis Kema=Lappmark und Onega=Karelien); Kaukasus,Kleinasien, Armenien, Sibirien. In Nordamerika eingebürgert.

Unsere Pflanze gehört zur subsp. eu.Ptärmica Heimerl und zwar zur var. genuina Heimerlmit 13 bis 17 mm breiten Köpfen und mit behaarten Spreublattern. Diese zeigt weiter folgende Formensf. linearis (DC.) (= f. angustissima Heimerl). Laubblätter kaum 3 mm breit. subvar. palustris Beauv.Aeste des Ebenstrausses einköpfig oder höchstens die untersten mehrköpfig. Laubblätter schmal, nach demGrunde schwach gezähnt. Eine blosse Standortsform ist f. subm^rsa Glück. Pflanze untergetaucht. Wasser,sprosse stets unfruchtbar, nicht über 13 cm hoch, mit kurzen, dünnen Stengelinternodien. Wasserblätter lineal.lanzettlich, fest, starr, abstehend oder bogig-gekrümmt (Am Schluchsee im Schwarzwald). Gl ück ist es gelungen,diese Wasserform in der Kultur zu erzeugen. t. multiplex (Reynier) Heimerl (= f. ligulüsa hört., f. flöre pleno hört.). Silberknöpfchen, Sdineeballen.Bertram. Franz.: Bouton d'argent; engl.: Doubleflowered goose.tongue. Alle Blüten zungenförmig, zygomorph. Köpfchen kugelig, sdineeweiss, an gefüllteMyrtenblüten erinnernd. Häufig in Gärten und auf Friedhöfen als Zierpflanze (neuerdings auch als Schnitt.Ijlume) gezogen. Selten auch verwildert: Prüzerbe in Brandenburg, bei Oldsum auf Föhr (1922); Schaltinnetalbei Darkehmen in Ostpreussen, um Trient usw. Die var. acumindta (Ledebour) mit nur 10 mm breitenKöpfdien und fast kahlen Spreublättern ist nur aus Sibirien bekannt. Die var. alpina Schleicher, diesdion von J. J. Scheuchzer in den Schweizeralpen gesammelt wurde, ist seither mehrfach aus Savoyen, demWallis (Gr. St. Bernhard) und nördlichen Tessin angegeben worden.