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Allgemeine Verbreitung: Alpen (von den Seealpen bis zum Ortler). Angeblichauch auf dem Monte Corno in den Abruzzen und auf dem Gran Sasso d'Italia.
Achillea nana ändert nur wenig ab. Hierher f. conf^rta Heimerl. Köpfe sehr kurz gestielt. Kopf,stand i kugelig oder halbkugelig (Häufig). — f. laxiüscula Heimerl. Kopfstiele fast ö.mal so lang als dieKöpfe. Kopfstand daher lockerer (Seltener, meist mit f. conferta gemeinsam). — f. glabr^scens Tappeiner.Pflanze weniger dicht behaart (Martelltal am Zefriedferner in der Ortlergruppe, auch in der Schweiz). — f. platy»phylla Vacc. et Wilczek. Laubblätter grösser, 6 bis 7 cm lang; die Zipfel breiter und nicht so gedrängt.Wallis (Grosser St. Bernhard). — Eine var. stenolobäta Farq. ist kürzlich aus dem Wallis beschrieben worden.
Diese xerophil gebaute, mehr westalpine, durch einen eigenartigen Bodesgeruch ausgezeichnete Artist im allgemeinen gleich A. moschata ausgesprochen kalkfeindlich s doch vermag sie in der subnivalen undnivalen Stufe nicht nur auf Kalkphylit und Kieselkalk, sondern ausnahmsweise selbst auf reinem Kalk vorzu-kommen, so im Gebiet der Dent de Mordes (mit Trisetum spicatum und Ranunculus glacialis, schon vonA. T h o m a s gefunden) und im En»gadin (Killi a s, Rubel, Braun),doch nur an stark durchnässten,eugeogenen Standorten. Häufig trifftman sie zusammen mit A. moschata ;doch ist sie in weit höherem Gradauf die lang schneebedeckte Geröll,und Felsfluren und Alluvionen be=schränkt (vgl. A. atrata und auchBd. III, pag. 369). Nur ganz vereinzeltkann man sie auch in feuchten Cur.vul^ten oder in den Schneetälchen(Luzul&um spadfeeae) beobachten.
Am Grossen St. Bernhard, an derFurka, Albula und Bernina wächst siewie A. moschata auch an Strassen,borden. — Die Pflanze gehört zu den.Schuttwanderern". Aber im Gegen,satz zu Trisetum distichophyllum,
Viola calcarata und Campanula codi,leariifolia sind die Wandertriebe nach
Hess nicht dünn und haltlos, son. Fig-2 84. Achillea nana L., in einer Geröllhalde. Phot. Prof. Dr. Fr. M e i g e n,dern diese sind von Anfang an stark Dresden.
(0,5 bis 0,7 mm im Durchmesser) wie
die Ausläufer von Carex ferruginea und C. frigida. Von allen diesen Arten unterscheidet sich aber A. nana dadurch,dass die Wurzeln sehr spät (frühestens im zweiten Jahr) entstehen. — In der Kultur gedeiht diese Art sehr schlecht.
478. Achillea Clavenae 1 ) L. (— Ptärmica Clavennae DC.). Steinraute, Weisse Schaf*garbe. Ital.: Assenzio ombrellifero. Fig. 285 d bis h, 286 und 277 a.
Gleich A. moschata wird auch diese aromatische Art mit Arteroisia laxa und A. Absinthium verglichen:Steinraute (Oberbayern), W e r m u t h oder W o 1 m u t h (Berchtesgaden), Kofi, oder Almwermuth(Kärnten). Zu Speik, Weisser Speik, Kuhspeik (Steiermark, Niederösterreich) vgl. Primula glutinosa,Lavandula und Valeriana Celtica, zu Bitterer Dorant (Kärnten) Achillea Ptarmica.
Pflanze ausdauernd, (2) 10 bis 25 (36) cm hoch. Wurzelstock holzig, kurz=ästig,m ehrköpfig. Stengel aufrecht, weissseidig »filzig, einfach, oberwärts sehr locker beblättert.Laubblätter fast stets weissseidig 5 filzig (Fig. 277 a), nach oben zu an Grösse rasch abnehmend •>die unteren lang gestielt, verkehrt=eiförmig bis verkehrt=lanzettlich, ± tief fiederspaltig mit 2bis 5 mm breiten, gezähnten bis fiederlappigen Abschnitten, die oberen sitzend, einfach fieder»
*) Benannt nach Nicolaus Clavena von Belluno, von dem 1610 eine Abhandlung über AbsinthiumUnc ' ^corzonera erschienen ist. Die gebräuchliche wohl an Chiavenna angeglichene Schreibweise Clavennaeunrichtig, c. Bauhin beschrieb die Art als Absinthium alpinum umbelliferum latifolium.