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2 (1913)
Entstehung
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147
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CHEMISCHES UND ALCHEMISCHES AUS ARISTOTELES 147

Da man in späterer Zeit, bei der Darstellung von Arzneien,das Zumischen eines weiteren Bestandteiles alsProjektion"zu bezeichnen pflegte, 1 so ist es sehr wahrscheinlich, daß dieserAusdruck auch auf das Einwerfen oder Einstreuen der che-mischen Zusätze, z. B. des Zinns zum Kupfer, Anwendungfand, und daß daher tatsächlich, den Vermutungen Koppsund Gildemeisters entsprechend, demStreupulver", grjoiov= Xerion, der arabische Name al-Ixir, d. i. Elixier, ent-sprang; erst weiterhin wurde dieser auf jenes Streupulverangewandt, das unedles Metall in Gold verwandelt, also aufdenStein der Weisen", der zugleich Gesundheit und langesLeben verleiht.

Durch die Neupythagoräer, Alexandriner, und Neu-platoniker wurden im wesentlichen noch folgende Gesichts-punkte vertieft: die Entstehung edler Metalle aus unedlendurch Addition neuer Qualitäten, also auf dem nämlichenWege, der in der Logik zur Bildung neuer und höherer Be-griffe führte; die Bindung dieser Qualitäten anSamen",unter Bezugnahme auf die angeblich uralten Mysterien derOrphiker, derenovum philosophicum" (philosophisches Ei)als Weltenei die Samen aller Dinge enthält; die Zusammen-setzung des philosophischen Steines durch Vermählung desreinsten noch unberührten Stoffes (Materia prima, himmlischeHyle, Jungfernerde, Jungfernmilch, . . .) mit dem aktivstenPrinzip des Logos, der gemäß der Stein der Weisen auch selbstals Keim, Embryo, Homunculus und Hermaphrodit betrachtetwird; die Gleichstellung der Logoi spermatikoi mit denQualitäten, Samen, und Seelen, die dazu führt, von derSeele"und demSamen" des Goldes, Silbers, Schwefels, Quecksilberszu sprechen, unter denen die Quintessenz dieser Dinge ver-standen wird, das philosophische Gold und Silber,unserGold und Silber", im Gegensatz zu dem gemeinen, natürlich

1 So auch noch bei Avicenna (Ibn-Sina) und anderen früharabischenÄrzten.

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