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2 (1913)
Entstehung
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75
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CHEMISCHES UND ALCHEMISCHES AUS ARISTOTELES 75

können nur noch beifügen, daß nach ihrer Zerstörung (wie dasnamentlich bei organischen Gebilden klar hervortritt) alleindie Elemente übrigbleiben, woraus erhellt, daß das die Formund Individualität Bedingende nicht wieder aus den Elementenbestehen und nicht wieder materiell sein kann, vielmehr fürunerkennbar gelten muß. 1 Zudem sind aber in den DingenStoff und Form so untrennbar verbunden, daß jeder Versuch,das dem einen und der anderen Zugehörige abzusondern, fast-durchaus vergeblich erscheint; 2 es ist Einheit von Stoff undForm vorhanden, und nicht bloße Zusammensetzung, derenMöglichkeit übrigens wiederum unerklärt bleiben müßte.

Das Sein, die Existenz, kann daher durchaus nicht aufGrund einer Definition gefolgert werden: was z. B. alsMonade"zu bezeichnen sei, und ob die so bezeichnete Monade auchwirklich bestehe, sind zwei völlig verschiedene Fragen. 3

II. Allgemeine Anschauungen.

Die Materie kann nicht aus dem Nichts entstehen, undniuß daher als schon vorhanden vorausgesetzt werden; 4 ins-besondere vermag auch keinerlei Art der Bewegung Materiehervorzubringen, 5 um so mehr als auch die in der Natur vor-handene Bewegung weder zu entstehen noch zu vergehen ver-mag, sondern unsterblich ist. 6 Die einmal gegebene Materieläßt sich weder vermehren noch vermindern, Materie trittWeder neu ins Dasein noch verschwindet sie, sondern sie istallein der Veränderung fähig. 7

Veränderungen und Umwandlungen werden hervorgerufen,indem Ungleichartiges oder Gegensätzliches aufeinander ein-wirkt, und zwar nicht ohne Berührung. 8 Diese braucht jedochkeine unmittelbare zu sein, sondern es genügt auch Vermitt-

1 Met. VII, 16 und 17; VIII, 3. 2 Met. V, 4; VII, 11. 3. I,

2 und 10; IV, 7. 4 Ph. I, 4 und 8; Met. VII, 9; XII, 3. 5 E. II, 9.

6 Ph. VIII, 1; Met. XII, 6. 7 Hi. I, 10 und 11; III, 2. Met. XII, 3;

M - I, (14), 25. 8 E. II, 6 und 7.