CHEMISCHES UND ALCHEMISCHES AUS ARISTOTELES 67
Aristoteles selbst her. So z. B. stammt der Gesamttitel»Organon" (= Werkzeug) für die logischen Hauptwerke erstaus byzantinischer Zeit, und die „Metaphysik" wurde so be-nannt, weil sie sich im Korpus der aristotelischen Schriftenunmittelbar nach (jusr« = meta) der Physik eingereiht findet,und nicht etwa, weil ihr Inhalt über den der Physik hin-ausgeht; Aristoteles selbst zitiert sie als nocürr] cpiloaocptu(= Prinzipien oder Grundfragen der Philosophie). — Auchdie zeitliche Reihenfolge der Schriften hat sich bisher nichtmit völliger Bestimmtheit ermitteln lassen; wahrscheinlich ist,daß die rein logischen die ältesten sind, und daß ihnen zu-nächst die naturgeschichtlichen und psychologischen, undWeiterhin die ästhetischen, ethischen und politischen folgten.
In der großen, von der Berliner Akademie der Wissen-schaften veranstalteten Ausgabe füllen die Werke des Aristo-teles zwei Quartbände mit 1584 zweispaltigen Seiten und'26720 Druckzeilen; einschließlich einiger Fragmente und des'891 aus einem Papyrus entzifferten „Staatswesens der Athener"kann man den Gesamtumfang auf rund 130000 Zeilen ver-anschlagen.
Keine der von Aristoteles völlig ausgearbeiteten undv on ihm selbst veröffentlichten Schriften scheint unverändertauf uns gekommen zu sein. Die erhaltenen Texte lassen sich,der gegenwärtig vorliegenden Gestalt gemäß, ungezwungen infolgende wesentliche Gruppen einteilen:
a) Echte Hauptwerke. Sie beruhen auf eigenen (teil-weise jedoch nur Zwecken des Vortrages dienenden) Auf-zeichnungen, auf Nachschriften der Hörer, und auf Traditionender Schule; Herausgeber, und zwar oft recht späte, redigiertenUn d kombinierten diese Quellen, und hieraus erklärt sich dasNach- und Durcheinandergehen mehrfacher Texte, sowie derMangel an Stileinheit; einige sind nur stückweise erhalten,z - B. die „Poetik" und „Ökonomik".
b) Entwürfe und Stoffsammlungen. Sie tragen durchaus
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