218 Zimmet.
Was verwendbar ist, muß eine grüne Bruchfläche haben.
Anwendung: Die Wurzel, frisch gepulvert, gibtein sicher wirkendes Mittel gegen den Bandwurm undandere Eingeweidewürmer. Man nimmt 5 bis 8 Zmorgens und abends zwei Tage nach einander ein,am dritten Tage morgens nimmt man ein Abführ-mittel, z. B. Ricinusöl. Schivangere dürfen diese Kurnicht anwenden, da dadurch leicht Frühgeburt veranlaßtwerden kann. Die Farnblätter sollen Insekten vertreiben.Gegen Verbrennung wendet man den Saft der frischenoder den der angefeuchteten Wurzel als vorzüglichesLinderungsmittel an. Der Absud der zerschnittenenFarnwurzel mit Weißwein halb eingesotten ist ein schätz-bares Mittel für alte Geschwüre. Dieselben werdenmit dem Absud gewaschen; auch streut man das Pulverder Farnwurzel auf.
Zimmet (OilliiamoMuw.)
Der echte ceylonische Zimmetbaum istein schöner, 20—25 Fuß hoher Baum; er wächst inIndien und bildet daselbst große Wälder. Alle Teiledieses Baumes gewähren Nutzen. Die braunrote, dünne,von der Oberhaut befreite und aufgerollte Rinde istein sehr bekanntes und beliebtes Gewürz und wird zuunzähligen Speisen und Getränken benutzt. — Manmuß die Zimmetrinde wohl von der Cassia- oder Kaneel-rinde (Lortsx eassiae eillllilwomöÄk) unterscheiden, dievon dem auf Sumatra und in China wachsendenCasfialorbecrbaume und verschiedenen anderen Bäumenkommt und weit ordinärer, dicker, holziger, dunkelbraunund scharf ist; schon an der Art des Aufrollens kannman diese von dem echten Zimmet unterscheiden. Beider Zimmetrinde find stets viele dünne Blättchen in-einander gelegt und gemeinschaftlich von beiden Seitennach der Mitte hin aufgerollt. Die echte Zimmetrindemuß dünn, biegsam, etwas zähe und beim Brechen