Wundkraut — Wurmfarn. 217
werden dagegen fast immer nur äußerlich zu erweichendenUmschlägen verwendet.
Willldkraut (Orskiz.)
Knabenkraut.
Das Wundkraut treibt aus der Wurzel 5—6 rundeglatte Stengel mit dicken, fetten Blättern von himmel-blauer Farbe. Am Gipfel der Stengel stehen Doldenoder Kronen mit weißen, bisweilen braunen, gestirntenBlumen; die Wurzel ist weiß und hat einen süßlichenGeschmack. Die Pflanze erscheint im Frühling undblüht im Mai und Juni; sie wächst in Weinbergen,an steinigen Orten, aus Schutthaufen und alten Holz-stätten.
Anwendung: Die frische Wurzel dieses Krautesan einem Faden zwischen die Schulterblätter gehängt,heilt die Geschwulst und die Schmerzen der Hämorr-hoidalknoten. Siedet man das Kraut in Wasser undtrinkt dieses, so heilt es die rote Ruhr.
Wurmfarn (^Zpiäium ÜIix was Lvsrt?.)
Otternkraut, Farnkrautmännlein, Farn-wurzel, Fünffingerwurz, Hexenkraut,Johanniswurz, Wanzenwurz, Wanzenkraut.
Der Wurmfarn ist in den Wäldern Europas über-all massenhaft anzutreffen. Seine, mit abgestorbenenStielresten versehenen Wurzeln liegen ziemlich flachim Boden. Er bildet trichterförmige, schön aussehendeWedelbüsche. Die einzelnen Wedel, welche zuerst ein-gerollt sind, sind schön regelmäßig gefiedert und dieeinzelnen Teilblättchen find selbst wieder in stumpf ab-gerundete Läppchen geteilt.
Man sammelt den Wurzelstock, an welchem manden unteren Teil der Blattstiele, soweit derselbe markigist, stehen läßt, im Spätherbst. Die Wurzelfasernwerden abgekratzt und an einem dunklen Ort getrocknet.